Eugen Schraudy
deutscher Kommunalpolitiker
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Eugen Georg Schraudy (* 27. Dezember 1880 in Buchloe; † 8. Juli 1959) war ein deutscher Kommunalpolitiker in Kempten (Allgäu).
Leben und Wirken
Eugen Schraudy wurde am 27. Dezember 1880 in Buchloe geboren. Er studierte an der LMU in München Jura[1] und gehörte seit dem Wintersemester 1902/03 der Münchener Burschenschaft Arminia an.[2][3] Er wurde anschließend von 1909 bis 1919 Rechtsrat in Kempten (Allgäu).[4] Von 1919 bis 1945 war er zweiter Bürgermeister der Stadt Kempten.[5]
Schraudy trat 1936 der SA und am 1. Mai 1937 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 4.775.167).[6] In seinem Spruchkammerverfahren wurde er als „Mitläufer“ eingestuft.[7] Er gehörte der Algovia an, der einflussreichen studentischen Ferialverbindung in Kempten.[8] Im Schützenverein Kempten war er u. a. 1933 Schützenkommissar;[9] von 1951 bis 1954 war er Vorsitzender des Heimatvereins Kempten.[10]
Ehrungen
In der Stadt Kempten (Allgäu) ist die Schraudystraße nach ihm benannt.
Literatur
- Volker Dotterweich: Geschichte der Stadt Kempten, Stadt Kempten (Allgäu), Dannheimer, 1989, 526 S., ISBN 978-3-88881-011-4, ISBN 3-88881-011-6
- Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft, Band 1, Politiker. Teilband 5 R–S, im Auftrag der Gesellschaft für Burschenschaftliche Geschichtsforschung e.V. (GfbG), Hrsg. Christian Hünemörder, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 2002, 588 Seiten, ISBN 3-8253-1256-9, Eugen Schraudy (1880–1959) s. S. 329f