Eugenio A. Beltrami

italienischer Erfinder und Motorradrennfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Eugenio Beltrami (* 30. Mai 1930 in Marling bei Meran; † 10. Mai 1995 in Zürich) war ein italienischer Sportgeräte-Entwickler.

Eugenio Beltrami, Zürich-Kloten, 1958

Familie und Leben

Medaille d’Argent 21° Salon International des Inventions Bruxelles, 1972
Eugenio Beltrami, Hafling, Winter 1943/44

Eugenio Beltrami kam am 30. Mai 1930 in der Marlinger Villa Inderst als jüngeres von zwei Kindern des Ehepaars Eugen Beltrami (1896–1970) und Gioseffa Goser (1888–1954) zur Welt. Sein Grossvater Eugenio Ermenegildo Beltrami (1853–1922) war 1883 aus Reggio Emilia in die Schweiz eingewandert, wo er bis 1894 ein Eisenbahn-Bauunternehmen betrieb und sich später in der Stadt Winterthur niedergelassen hatte.[1] Seit 1927 wohnte die Familie in Marling. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Beltrami in der Stadt Meran, wo er sich schon früh für verschiedene Sportarten begeisterte. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Hilfskraft in einem Reserve-Lazarett der Wehrmacht, das während der deutschen Besatzung im ehemaligen Grand Hotel Meranerhof untergebracht war.

Sportgeräte-Entwickler

Ende der fünfziger Jahre verlagerte Beltrami seinen Lebensmittelpunkt in die Schweiz, wo er später eine Firma gründete, die sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Trainings- und Sportgeräten spezialisierte. Zu seinen erfolgreichsten Erfindungen gehört das 1971 vorgestellte EUBEL Gymnastikgerät, ein Trainingsgerät für den Heimbereich, das er 1970 beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum patentierte.[2] Es traf den Zeitgeist der anfangs der siebziger Jahre in den USA ausgelösten und schon bald auf ganz Europa überschwappenden Fitnesswelle.[3] Es wurde ab dem Jahr 1971 unter dem Markennamen EUBEL in der Schweiz produziert und in den darauffolgenden Jahren erfolgreich in Europa und den USA vertrieben.

Im Jahr 1972 qualifizierte sich Eugenio Beltrami mit seiner Erfindung für eine Teilnahme am 21. Salon international des inventions - Bruxelles. Die Brüssler Erfindermesse wurde im Jahr 1952 auf Initiative der Belgischen Handelskammer gegründet und fand seit dem Gründungsjahr jährlich in der Belgischen Hauptstadt Brüssel statt.[4] Sie stand seit ihrer Gründung unter der Schirmherrschaft des Belgischen Königs Baudouin und war das Sprungbrett vieler kommerzieller Erfolge. Ein Höhepunkt seiner Karriere als Sportgeräte-Entwickler war die Verleihung der Medaille d’Argent des 21. Salon International des Inventions Bruxelles 1972 in der Kategorie Forschung und Erfindung, die auch eine internationale Anerkennung bedeutete.

Er starb am 10. Mai 1995 in Zürich im Alter von 65 Jahren.

Literatur

  • Heinrich Gundlach: Fitnessgeräte: Technik, Training, Varianten. Tectum-Verlag, Marburg 2010, ISBN 978-3-8288-2172-9, S. 108.
  • Roland Rupp: Nutze deine Kraft: Effektives Körpertraining mit und ohne Hilfsmittel. Books on Demand, Place of publication not identified 2017, ISBN 978-3-7431-5337-0, S. 98.

Einzelnachweise

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