Euromaidan Press
ukrainische Internetzeitung
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Euromaidan Press (EP) ist eine englischsprachige Nachrichtenwebsite, die 2014 von ukrainischen Autoren gegründet wurde und sich durch Leserspenden und die International Renaissance Foundation finanziert.[1] Sie teilt ihren Namen mit der Euromaidan-Bewegung in der Ukraine. EP ist als Nichtregierungsorganisation registriert und hat sich zum Ziel gesetzt, englischsprachige Inhalte für alle bereitzustellen, die sich für ukrainische Themen wie Wirtschaft, Militärkonflikte und Tourismus interessieren.

Nachrichtendienst
Euromaidan Press wurde von ukrainischen Freiwilligen als Online-Zeitung gegründet, um unabhängig über Themen mit Bezug zur Ukraine zu berichten.[2] Das Nachrichtenportal ging im Januar 2014 online.[3] Sie teilt ihren Namen und ihre Werte mit der Euromaidan-Bewegung aus der Ukraine und erklärt, sie unterstütze „Initiativen zur Entwicklung unabhängiger Medien und demokratischer Initiativen in anderen Staaten, welche die demokratischen Grundwerte hochhalten“ („support initiatives developing independent media and democratic initiatives in other states that uphold the core democratic values“).[2] Hauptgründer der Website war der kanadische Analyst Mat Babiak[4][5] (der im folgenden Jahr ausschied), unterstützt von der Kiewer Aktivistin Alya Shandra.[6] Shandra hatte bereits zuvor während der Demonstrationswelle und der Unruhen in der Ukraine im Jahr 2013 ukrainische Nachrichten ins Englische übersetzt.[6] Weitere Journalisten, die für die Organisation schrieben, waren Maksym Nedrya, Oleh Gychko, Mykhailo Honchar und Paul A. Goble.[7][8][9]
Ziel der Zeitungsgründung war es, englischsprachige Leser über ukrainischen Journalismus zu informieren.[2] Die Organisation ist in der Ukraine als Nichtregierungsorganisation unter demselben Namen registriert.[2] Die Nachrichtenorganisation konzentrierte sich auf Berichte über den russisch-ukrainischen Krieg, Wirtschaftsthemen, die ukrainische Wirtschaft und den Tourismus.[2] Die Gründung der Zeitung war ein Versuch, „unparteiische, nicht-religiöse und unvoreingenommene Informationen zu sammeln, zu nutzen und zu verbreiten“ („collect, rely on, and promote non-partisan, non-religious, non-biased information“), um der ihrer Ansicht nach von Russland in der Ukraine betriebenen Desinformationskampagne entgegenzuwirken.[2]
Die Nachrichteninhalte wurden über die Website der Zeitung euromaidanpress.com online veröffentlicht.[10][11][12] Die Zeitung unterhielt Social-Media-Konten auf Twitter und Facebook unter Euromaidanpr.[2] Ein Teilprojekt namens „Friends of Ukraine Network“ veröffentlichte in unregelmäßigen Abständen Nachrichten zu politischen Themen in der Ukraine.[2][3] Das Projekt „Reft and Light“ der Zeitung wurde ins Leben gerufen, um totalitäre Gruppen zu analysieren.[2] Die Nachrichtenorganisation arbeitete mit Euromaidan SOS zusammen, um über die Website letmypeoplego.org.ua auf politische Gefangene ukrainischer Herkunft in Russland aufmerksam zu machen.[2] Die International Renaissance Foundation unterstützte die Initiativen von Euromaidan Press.[2][13]
Rezeption
In einem Beitrag im Journal of Soviet and Post-Soviet Politics and Society charakterisierte die Autorin Tatiana Bonch-Osmolovskaya die Nachrichtenorganisation als „eine von mehreren Online-Initiativen, die darauf abzielen, das globale Bewusstsein für ukrainische Themen zu schärfen“ („a series of online initiatives aimed at raising global awareness of Ukrainian issues“).[3] Sie beschrieb Euromaidan Press als „eine Online-Zeitung, die sich auf Übersetzungen von Beiträgen lokaler ukrainischer Medien spezialisiert hat“.[3][14] Euromaidan Press wurde für die Recherche zu ukrainischen Nachrichtenanalysen in „The Perfect Storm of the European Crisis“ (2017),[15] New Generation Political Activism in Ukraine: 2000–2014 (2017) von Christine Emeran,[16] Online around the World: A Geographic Encyclopedia of the Internet, Social Media, and Mobile Apps (2017),[17] und Gerard Toals Near Abroad: Putin, the West and the Contest over Ukraine and the Caucasus (2017) verwendet.[18]
Literatur
- Alex Leonor: A guide to Russian propaganda. Part 2: Whataboutism. In: StopFake.org. 31. August 2016 (englisch).
- Brian Whitmore: Deconstructing Whataboutism. In: The Morning Vertical. State News Service. 6. September 2016. „Deconstructing Whataboutism - In the second part of its guide to Russian propaganda, Euromaidan Press takes a look at 'Whataboutism.'“
Weblinks
- Offizielle Homepage euromaidanpress.com
- Video designer: Ganna Naronina; video script and idea: Alex Leonor, Alya Shandra: A guide to Russian propaganda. Part 2: Whataboutism. YouTube, 5. September 2016 (englisch).