Europäisches Fahrplanzentrum
europaweite Koordinierungsstelle für Fahrplandaten von Bahnunternehmen
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Das Europäische Fahrplanzentrum (EFZ) ist eine europaweite Koordinierungsstelle für Fahrplandaten von Bahnunternehmen, in Deutschland ergänzt um alle öffentlichen Verkehre.[1][2]
Beschreibung
Der Begriff Europäische Fahrplanzentrum entstand 2001 aus der Umbenennung des seit dem 1. Januar 1995 bestehenden EVA-Fahrplanzentrums. Die DB-Tochter Transport-, Informatik- und Logistik-Consulting GmbH (TLC, heute DB Systel) entschied die Ausschreibung für den Betrieb dieses Zentrums für sich. Es wurde zunächst von 80 verschiedenen Lieferanten mit Daten versorgt und hatte zu Beginn 5 Mitarbeiter. Neben TLC waren am Aufbau die Firmen Hacon, SLT und Gikom beteiligt.[3] Zum 1. Januar 2002 ging TLC in DB Systel auf.[4] Neben diesem Unternehmen ist auch die DB Vertrieb GmbH am Europäischen Fahrplanzentrum beteiligt.[5]
Zunächst fand eine Integration aller europäischen Schienenverkehre statt. Anschließend wurden die Fahrplandaten des gesamten deutschen öffentlichen Verkehrs integriert. Auf Basis dieser Daten erstellt die Deutsche Bahn AG seit Sommer 1998 adressscharf (d. h. von Haustür zu Haustür) Fahrplanauskünfte.
Im Jahr 2009 wurden 1.800 einzelne Fahrpläne, 52.000 Halte und Datenlieferungen von 28 europäischen Bahnen verarbeitet.[6] Zwei Jahre später, 2011 wurde das EFZ von 30 Bahnunternehmen und ca. 100 deutschen ÖPNV-Unternehmen mit Fahrplandaten versorgt.[7]
In Deutschland bildet der RIS-Server (Reisenden-Informations-System-Server) die Schnittstelle zwischen dem Europäischen Fahrplanzentrum und den Auskunftssystemen der Verkehrsunternehmen.[8] Für die Lieferung der Eingangsdaten aus Deutschland wurde die Fahrplanungssoftware entsprechend ausgelegt, um die Daten für das EFZ aufzubereiten.[9]