Eutrochium steelei

Art der Gattung Eutrochium From Wikipedia, the free encyclopedia

Eutrochium steelei (Syn.: Eupatorium steelei) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wasserdost (Eutrochium) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).[1] Sie kommt im Osten Nordamerikas im südlichen Teil der Appalachen vor.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Eutrochium steelei

Eutrochium steelei

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Eupatorieae
Gattung: Wasserdost (Eutrochium)
Art: Eutrochium steelei
Wissenschaftlicher Name
Eutrochium steelei
(E.E.Lamont) E.E.Lamont
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Beschreibung

Vegetative Merkmale

Eutrochium steelei ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 200 Zentimetern erreicht. Ihre aufrechten, festen Stängel sind meist grünlich-violett, manchmal auch gleichmäßig violett gefärbt; aie sind meist durchgehend drüsig-behaart, manchmal jedoch auch dicht flaumig behaart und nur wenig drüsig.[2]

Die den Knoten meist zu dritt oder viert quirlig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die 1 bis 3 Zentimeter langen Blattstiele sind kahl bis dicht bewimpert. Die fiedernervige, relativ feste Blattspreite ist bei einer Länge von 7 bis 30 Zentimetern sowie einer Breite von 2,5 bis 8 Zentimetern lanzettlich-eiförmig oder eiförmig bis dreieckig-eiförmig mit einer abrupt oder allmählich verschmälerten Basis. Der Blattrand ist grob gezähnt. Die Blattunterseite ist mehr oder weniger drüsig und spärlich behaart. Die Blattoberseite ist rau behaart und verkahlend.[2]

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Anfang August bis Anfang Oktober.[3] Der lockere, gewölbte Gesamtblütenstand setzt sich aus rispigen Teilblütenständen zusammen. Die meist kahlen, manchmal an den Mitteladern spärlich behaarten Hüllblätter sind oft violett gefärbt und werden bis zu 9 Millimeter lang und bis zu 5 Millimeter breit. Die Blütenkörbchen enthalten sechs bis zehn Röhrenblüten mit meist blass-rosafarben oder violetten, bis zu 7 Millimeter langen Kronblättern. Jede Röhrenblüte besitzt einen deutlich geteilten, weißen Griffel.[2]

Die fünfrippigen, 3 bis 4,5 Millimeter langen Achänen besitzen graubraune Pappusborsten und werden vom Wind verbreitet.[2]

Chromosomensatz

Die Chromosomengrundzahl ist x = 10; es liegt Diploidie vor mit der Chromosomenzahl 2n = 20.[2]

Vorkommen

Eutrochium steelei kommt in den Blue Ridge Mountains im westlichen North Carolina und im Osten Tennessees, im Shenandoahtal im Südosten West Virginias und im Südwesten Virginias und auf dem Cumberland-Plateau sowie südlichen Teil der Appalachen im östlichen Kentucky vor.[2] Eutrochium steelei besiedelt dort kiesige Böschungen, lichte Wälder und Gebüsche in Höhenlagen von 700 bis 1500 Metern.[2]

Systematik

Die Erstveröffentlichung unter dem Namen Eupatorium steelei E.E.Lamont erfolgte im Jahr 1990 durch Eric E. Lamont in der Zeitschrift Brittonia, Band 42 (4), S. 279.[2] Das Artepitheton steelei wurde zu Ehren von Edward Strieby Steele (1850–1942) vergeben. Dieser hatte die Art im Jahr 1915 entdeckt, sie als eigenständige Art erkannt und einen Herbarnamen vergeben.[3] Im Jahr 2004 ordnete Eric E. Lamont diese Art unter dem Namen Eutrochium dubium (Willd. ex Poir.) E.E.Lamont neu in die biologische Systematik ein.[4] Synonyme hierfür sind Eupatorium steelei E.E.Lamont und Eupatoriadelphus steelei (E.E.Lamont) G.J.Schmidt & E.E.Schill.[1]

Eupatorium steelei ist eng mit dem Purpur-Wasserdost verwandt, lässt sich aber leicht anhand der dauerhaft drüsig behaarten Stängel und Blattunterseiten, der festeren und breiteren Blätter sowie der ungefleckten Blattknoten unterscheiden. Es treten natürliche Hybriden auf und augenscheinlich bilden beide Arten zusammen mit dem Röhrigen Wasserdost eine monophyletische Artengruppe.[3]

Siehe auch

Literatur

  • Eric E. Lamont: Asteraceae Eutrochium. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Band 21: Magnoliophyta: Asteridae, part 8: Asteraceae, part 3 (Heliantheae, Eupatorieae). Oxford University Press, New York u. a. 2006, ISBN 0-19-530564-7, Eutrochium steelei, S. 477 (textgleiche Online-Version).
Commons: Eutrochium steelei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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