Eva Acke
finnisch-schwedische Malerin
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Eva Acke, geborene Topelius, (* 4. September 1855 in Kuddnäs; † 23. März 1929 in Vaxholm) war eine finnisch-schwedische Malerin.
Leben
Eva Acke wurde als jüngste Tochter des Schriftstellers Zacharias Topelius und dessen Frau Emelie geboren.[1] Zu ihrem Vater hatte Eva als auch ihre beiden Schwestern Aina und Toini ein gutes Verhältnis. Gemeinsam mit ihm unternahm sie mehrere Reisen nach Italien, wo sie Landschaftsmotive in Aquarell malte.[2] Von 1872 bis 1873 studierte sie an der Zeichenschule der Finnischen Kunstvereinigung in Helsinki. Im Jahr 1883 lernte sie bei dem dänischen Maler Carl Möller Blumenmalerei. Im Winter 1884 studierte sie Aquarellmalerei bei Professor Premazzi in Sankt Petersburg.

Sie nahm an mehreren Ausstellungen in Finnland und 1925 an der Ausstellung schwedischer Aquarelle der Akademie der Schönen Künste teil. Eva Acke verbrachte einige Sommer als Malerin auf Åland, wo sie in der Künstlerkolonie Önningeby, einer finnisch-schwedischen Künstlerkolonie, aktiv war. Zu ihr gehörten Künstler wie Victor Westerholm, Elin Danielson-Gambogi und Hanna Rönnberg. Eva Acke freundete sich eng mit dem schwedischen Künstler JAG Acke (bürgerlich: Johan Axel Gustav Acke) und der schwedischen Künstlerin Anna Wengberg an, die sie beide in ihrem Elternhaus besuchten. JAG Acke und Wengberg hatten über eine Heirat gesprochen, doch er entschied sich schließlich für Eva Topelius.[2]

Im Oktober 1891 fand die Hochzeit der beiden statt.[1] Das Paar ließ sich in Schweden nieder, wo es 1901 eine große Villa in Vaxholm kaufte. Die Villa erhielt den Namen Akleja, ein Wortspiel aus „Acke“ und Evas Spitznamen „Eja“.[1] Die Villa Akleja diente auch als Treffpunkt für viele Kulturschaffende. Oft waren auch finnische Künstlerfreunde und Verwandte anwesend, wie etwa Juhani Aho mit seiner Ehefrau, der Malerin Venny Soldan, der im Exil lebende Bruder Pekka Brofeldt und Eero Järnefelt, der auf Evas Flügel, den Zacharias geerbt hatte, für die Gastgeber spielte.
Eva und Johan Axel Gustav Acke hatten keine eigenen Kinder, adoptierten jedoch einen italienischen Jungen namens Fausto, dessen Familie den Familiennamen Padovini trug. Sie hatten seine Familie während eines Aufenthalts in Rom kennengelernt. Er wurde im Alter von sechs Jahren adoptiert und wuchs in der von dem Paar in der Villa Akleja geschaffenen Umgebung auf.[3][1]
Eva Acke wurde nach ihrem Tod im Jahr 1929 auf dem Friedhof Norra Begravningsplatsen in Solna beigesetzt.[1]