Eva Fidela Maamo

philippinische Ordensfrau der Paulusschwestern von Chartres, Chirurgin und Missionarin From Wikipedia, the free encyclopedia

Eva Fidela Maamo SPC (* 17. September 1940 in Liloan, Southern Leyte, Philippinen; † 14. April 2026 in Parañaque) war eine philippinische Ordensfrau der Paulusschwestern von Chartres, Chirurgin und Missionarin, die durch medizinische und humanitäre Arbeit für arme, indigene und abgelegene Gemeinschaften bekannt wurde.[1][2] Im Jahr 1997 erhielt sie den Ramon-Magsaysay-Preis.[3]

Leben

Maamo wurde im Jahr 1940 in Liloan in der Provinz Southern Leyte geboren, studierte am Velez College auf Cebu und arbeitete zunächst in der Familienklinik in Liloan.[4] Später trat sie den Paulusschwestern von Chartres bei und meldete sich 1974 für eine medizinische Mission am Sebu-See auf Mindanao, wo sie T’boli, Manobo und andere Berggemeinschaften behandelte.[3] Nach ihrer Rückkehr nach Manila im Jahr 1980 vertiefte sie ihre chirurgische Ausbildung am Philippine General Hospital und erneuerta anschließend eine kleine Nachbarschaftsklinik in Singalong.[3] Sie starb am 14. April 2026 im Alter von 85 Jahren im Our Lady of Peace Hospital in Parañaque.[2]

Wirken

Am Sebu-See baute Maamo eine einfache Bambuskrankenstation auf und bildete die örtliche Bevölkerung zu „Barfußdoktoren“ aus, um grundlegende Gesundheitsversorgung in abgelegene Dörfer zu bringen.[3] Die Foundation of Our Lady of Peace Mission organisierte seit 1975 Schulungen für Angehörige indigener Gemeinschaften und hatte bis 2008 insgesamt 246 „Barfußdoktoren“ aus 118 Gemeinschaften hervorgebracht.[5] Laut einer späteren Quelle umfasste das Programm 274 „Barfußdoktoren“ aus 110 indigenen Gemeinschaften und beschrieb Maamos Ansatz als dauerhafte Verankerung medizinischen Wissens in den Gemeinschaften selbst.[6] Über die Foundation of Our Lady of Peace Mission unterhielt sie kostenlose Gesundheitskliniken in zehn Armenvierteln Manilas, speiste unterernährte Kinder, bot Straßenkindern und misshandelten Frauen Schutz und startete Programme zur Existenzsicherung.[4] Ihre medizinisch-chirurgischen Einsätze brachten freiwillige Ärzte, Pflegekräfte und Zahnärzte in entlegene Gemeinden und behandelten Zehntausende Menschen kostenlos.[7] Nach Naturkatastrophen Anfang der 1990er-Jahre leitete sie medizinische Teams in betroffene Regionen und unterstützte nach dem Ausbruch des Pinatubo im Jahr 1991 die Umsiedlung vertriebener Aeta-Gemeinschaften.[3] In Parañaque entstand aus der von ihr mit dem Jesuiten James B. Reuter getragenen Mission das Our Lady of Peace Hospital, das armen Menschen erschwingliche medizinische Versorgung bieten sollte.[8][1] Für ihre gemeindebasierte Gesundheitsarbeit würdigte die Stiftung des Ramon-Magsaysay-Preises Maamo als Beispiel für humanitäre Hilfe und medizinische Versorgung der ärmsten Filipinos.[3] 2006 erhielt sie überdies den Lasallian Star of Faith Award.[7]

Einzelnachweise

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