FC Porto

portugiesischer Fußballverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Futebol Clube do Porto, kurz FC Porto oder auch nur Porto, ist ein portugiesischer Sportverein. Er wurde am 28. September 1893 gegründet und ist in der Hafenstadt Porto beheimatet.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
FC Porto
Emblem des FC Porto
Basisdaten
Name Futebol Clube do Porto
Sitz Porto, Portugal
Gründung 28. September 1893
Farben blau-weiß
Mitglieder 170.000 (Stand: 25. Dezember 2025)[1]
Präsident André Villas-Boas
Website fcporto.pt
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer ItalienItalien Francesco Farioli
Spielstätte Estádio do Dragão
Plätze 50.033
Liga Primeira Liga
2024/25 3. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich
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Neben Fußball betreibt der Verein die weiteren Sportabteilungen Leichtathletik, Basketball, Billard, Boxen, Schach, Angeln, Handball, Karate, Motorsport, Rollhockey, Behindertensport, Schwimmen und Gewichtheben.

Geschichte des Gesamtvereins

Gegründet wurde der Verein am 28. September 1893 als Football Club do Porto. Im August 1906 wurde der Verein umbenannt in FC Porto und um Sportarten wie Leichtathletik, Cricket, Boxen und Schwimmen erweitert. Weitere Abteilungen wurden gegründet, so 1910 Gymnastik, 1926 Basketball und Hockey, 1928 Rugby, 1932 Handball, 1932 Tischtennis, 1940 Billard und Sportangeln, 1943 Volleyball, 1945 Radsport, 1951 Klettern und 1955 Eishockey.

Nach anfänglich sehr erfolgreichen Zeiten im Fußball waren es in den 1960er und 1970er Jahren hauptsächlich die Abteilungen Handball und Radrennsport, die die Liste der gewonnenen Titel erweiterten. Im Jahr 1960 wurde die Abteilung Motorsport und 1967 Schach gegründet.

Das Jahr 1979 brachte einige Rückschritte mit sich: Nachdem die Abteilungen Tischtennis und Rugby aufgelöst worden waren, musste auch die Abteilung Handball schließen. In 40 Spielzeiten waren dieser Mannschaft 28 Meisterschaften gelungen, ein bis in die Gegenwart unübertroffener Rekord in Portugal.

Im Jahr 1982 wurde der erste internationale Titel (Europapokal) im Hockey gewonnen. Dies wurde 1986 und 1990 wiederholt. Ebenso entwickelte sich die Leichtathletikabteilung (siehe Aurora Cunha oder Rosa Mota).

Vereinswappen

Das Vereinswappen des FC Porto bestand zu Beginn aus nur einem Ball mit dem Schriftzug FCP. Im Oktober 1922 fügte der damalige Spieler des Vereines Augusto Baptista Ferreira (auch bekannt als Simplício) das damalige Stadtwappen der Stadt Porto hinzu.[2] Das neue Emblem besteht aus einem viergeteilten Schild und zeigt im oberen linken und im unteren rechten Viertel das ehemalige königliche Wappen der portugiesischen Monarchie und im oberen rechten und im unteren linken Viertel das ehemalige Wappen der Stadt. Im Mittelpunkt des viergeteilten Schildes befindet sich ein Herz, als Symbol für das Herz von Peter IV. symbolisiert, welches in einer Urne in der Igreja da Lapa liegt. Der Schild wird vom Großkreuz des Turm- und Schwertordens umgeben. Über dem Schild befindet sich die königliche Krone mit einem Drachen, der einen Band um den Hals trägt, auf dem das Wort Invicta steht. Der Titel Invicta wurde der Stadt durch Königin Maria II. verliehen. Im Jahr 2005 wurde das Logo etwas modernisiert.

Fußball

Die Profi-Fußballmannschaft spielt in der ersten portugiesischen Liga, das Heimstadion heißt Estádio do Dragão und wurde 2003 als Austragungsort für die Fußball-Europameisterschaft 2004 erbaut. Mit je zwei Siegen im Landesmeisterpokal bzw. der UEFA Champions League und im UEFA-Pokal bzw. in der UEFA Europa League gehört der Verein zu den erfolgreichsten Fußballmannschaften Europas.

Geschichte

Anfänge

António Nicolau d’Almeida

Gegründet wurde der Verein am 28. September 1893 als Football Club do Porto. Maßgeblich beteiligt war António Nicolau d’Almeida, ein lokaler Weinhändler, der diesen Sport bei seinen Reisen nach England kennengelernt hatte. Der neue Verein trat sofort in Rivalität zum zuvor gegründeten Klub aus Lissabon, der vom portugiesischen König Dom Carlos protegiert wurde. Die erste Begegnung am 2. März 1894 – bereits unter regem Medieninteresse – in Porto endete 0:1 und war Anfangspunkt einer späteren regen Derby-Geschichte. Kurz darauf schraubte d’Almeida sein Engagement für den Verein zurück, weil seine Verlobte ihn darum gebeten hatte, da ihr der Sport zu grob und gewalttätig erschien. Nach seinem Weggang wurde es zunächst ruhig um den Klub. Erst zwölf Jahre später, 1906, wurde durch José Monteiro da Costa und seine Helfer der Verein weiterentwickelt. Durch den Einsatz von Monteiro de Campo etablierte sich der FC Porto zu einer festen Größe in Portugal. Im selben Jahr wurde das Spielfeld Campo da Rua da Rainha eingeweiht, der erste Rasenplatz des Landes. 1907 wurde hier das erste internationale Spiel gegen den spanischen Verein Real Fortuna de Vigo, ausgetragen, und 1908 reiste der Porto zu seiner ersten Auslandspartie, ebenso in Vigo.

Erste Erfolge

Saisondaten 1935–1950
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
1934/351/822
1935/362/820
1936/374/814
1937/382/823
1938/391/823
1939/401/1034
1940/412/820
1941/424/1228
1942/437/1014
1943/444/1023
1944/454/1020
1945/466/1220
1946/473/1433
1947/485/1436
1948/494/1433
1949/505/1426
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Der erste offizielle Titel als nordportugiesischer Meister wurde 1912 errungen; eine nationale Liga existierte noch nicht. Im selben Jahr zog der Verein in das Stadion Campo da Constituição um, was eine wesentliche Verbesserung der Trainingsbedingungen mit sich brachte. Als Konsequenz stieg auch das sportliche Niveau; diese Entwicklung gipfelte im Gewinn der ersten ausgetragenen portugiesischen Meisterschaft 1934. Im selben Jahr entwarf der Spieler Augusto Baptista Ferreira (genannt Simplício), der hauptberuflich Grafiker war, das ursprüngliche Vereinswappen. Dieses wurde seitdem im Wesentlichen nicht mehr verändert.

Der FC Porto verzeichnete 1945 etwa 8000 zahlende Mitglieder, eine damals für portugiesische Verhältnisse große Zahl. Die Anzahl der Mitglieder und Sportler stieg immer weiter an, und die Platzmöglichkeiten wurden immer knapper. Deswegen wurde mit der Planung eines neuen Stadions begonnen, das erst 15 Jahre später realisiert wurde. Deswegen wurde auf alternative Sportstätten befreundeter Verein wie Sport Progresso in Amial oder Académico FC (Estádio do Lima) ausgewichen. Das neue Stadion wurde 1952 als „Estádio do Futebol Clube do Porto“ eingeweiht und wurde als Estádio das Antas bekannt. Ursprünglich als reines Fußballstadion gebaut, entwickelte sich die Spielstätte zu einer echten Sportstätte, die auch von anderen Sportarten genutzt werden konnte.

Phase der Stagnation

Saisondaten 1950–1970
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
1950/512/1434
1951/523/1436
1952/534/1436
1953/542/1436
1954/554/1430
1955/561/1443
1956/572/1440
1957/582/1443
1958/591/1441
1959/604/1430
1960/613/1433
1961/622/1441
1962/632/1442
1963/642/1440
1964/652/1437
1965/663/1434
1966/673/1439
1967/683/1436
1968/692/1437
1969/709/1422
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Im Fußball lag die letzte (und einzige) Meisterschaft bereits einige Zeit zurück. Diese relative Trockenzeit wurde im Jahr 1956 beendet, in dem neben der Meisterschaft auch der Pokal gewonnen und somit das erste Double erreicht wurde. Die Meisterschaft wurde erneut im Jahre 1959 gewonnen; es schlossen sich 18 erfolglose Spielzeiten an.

Saisondaten 1970–1980
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
1970/713/1437
1971/725/1633
1972/734/1637
1973/744/1643
1974/752/1644
1975/764/1639
1976/773/1641
1977/781/1651
1978/791/1650
1979/802/1650
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Im Jahr 1978 wurde endlich wieder eine Meisterschaft gewonnen. Dieser Erfolg ist eng mit zwei Namen verknüpft: zum einen der Trainer José Maria Pedroto (der „Meister“), der moderne Trainingsmethoden im portugiesischen Fußball einführte, und zum anderen Jorge Nuno Pinto da Costa, damaliger Vorstand der Fußballabteilung. Letztgenannter machte später noch von sich zu reden.

Aufbruch zu neuen Ufern

Saisondaten 1980–1990
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
1980/812/1648
1981/823/1643
1982/832/1647
1983/842/1649
1984/851/1655
1985/861/1649
1986/872/1646
1987/881/2066
1988/892/2056
1989/901/1859
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Der Antritt von Jorge Nuno Pinto da Costa als Vereinspräsident beim FC Porto kann als Wendepunkt in der Vereinsgeschichte angesehen werden. Dies machte sich aber erst langsam bemerkbar. Die Fußballmannschaft erreichte 1984 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, in dem sie sich Juventus Turin geschlagen geben musste. Drei Jahre darauf wurde der Europapokal der Landesmeister gegen den FC Bayern München in einem dramatischen Spiel gewonnen. Nachdem der FC Porto schon 0:1 zurückgelegen hatte, glich Rabah Madjer durch einen Hackentrick aus, bevor Juary den Siegtreffer erzielte. Das Spiel um den Weltpokal wurde gegen Peñarol Montevideo gewonnen. Abgerundet wurde die Saison mit dem Gewinn des UEFA Super Cups gegen den niederländischen Verein Ajax Amsterdam. Auf nationaler Ebene begann eine Zeit der Dominanz, die bis dato anhält. In den 1990ern wurde z. B. die Meisterschaft achtmal gewonnen, dabei fünfmal in Folge. Mitverantwortlich hierfür war unter anderem Bobby Robson, der von 1993 bis 1996 als Coach angestellt war.

Saisondaten 1990–2000
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
1990/912/2067
1991/921/1856
1992/931/1854
1993/942/1852
1994/951/1862
1995/961/1884
1996/971/1885
1997/981/1877
1998/991/1879
1999/20002/1873
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Auf internationaler Ebene gelang es lange nicht, den Erfolg zu wiederholen. Wie so oft später auch, wurden gute Spieler von finanzkräftigeren Vereinen abgeworben und mussten durch unerfahrene Spieler ersetzt werden. So wechselte der Kapitän Paulo Futre bereits 1987 zu Atlético Madrid und ebenso Rabah Madjer zum FC Valencia. Andere namhafte Spieler wie Mário Jardel, Benni McCarthy oder Alenitschew wurden beim FC Porto während der 1990er einem größeren Publikum bekannt.

Erst mit Trainer José Mourinho etablierte man sich wieder in der europäischen Oberklasse.

Ära Mourinho bis heute

Saisondaten 2000–2017
Weitere Informationen Saison, Platz ...
FC Porto in der SuperLiga
Saison Platz Punkte
2000/012/1876
2001/023/1868
2002/031/1886
2003/041/1882
2004/052/1862
2005/061/1679
2006/071/1669
2007/081/1669
2008/091/1670
2009/103/1668
2010/111/1684
2011/121/1675
2012/131/1678
2013/143/1661
2014/152/1882
2015/163/1873
2016/172/1876
2017/181/1888
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Mourinho begann sein Engagement als Trainer im Januar 2002, indem er radikale Neuerungen einführte. Er baute die damals unbekannten Spieler Deco und Ricardo Carvalho sowie den vom FC Barcelona zurückgekehrten Vítor Baía in die Mannschaft ein und formte so ein erfolgreiches Team, das 2003 neben der nationalen Meisterschaft den UEFA-Pokal gegen Celtic Glasgow gewann. Ein Jahr später wurde dies mit dem Sieg im Champions-League-Endspiel gegen die AS Monaco in Gelsenkirchen mit 3:0 übertroffen. Die Mannschaft überzeugte und gewann im gleichen Jahr die portugiesische Meisterschaft und den portugiesischen Supercup. Gekrönt wurde die Saison mit dem Gewinn des Weltpokals gegen den kolumbianischen Verein Once Caldas (8:7 n. E.).

Während dieser erfolgreichen Zeit wurde mitten in der Stadt ein neues Stadion, das Estádio do Dragão, gebaut. Eingeweiht wurde es am 16. November 2003 bei einem Spiel gegen den FC Barcelona, das mit 2:0 gewonnen wurde. Das Stadion wurde auch Austragungsort der Eröffnungsfeier zur Fußball-Europameisterschaft 2004 und wird neben den Heimspielen des FC Porto auch für Spiele der portugiesischen Fußballnationalmannschaft oder andere Großveranstaltungen genutzt. Das alte Estádio das Antas wurde 2004 abgerissen.

Das Estádio do Dragão bei Nacht.

Nach seinem Wechsel zum FC Chelsea gelang es nicht, den Platz von Mourinho gleichwertig zu besetzen. Auch die Abgänge von Schlüsselspielern wie Deco, Ricardo Carvalho und Ferreira konnten nicht aufgefangen werden. Mourinhos Nachfolger Luigi Delneri musste schon nach 22 Tagen gehen, dessen Nachfolger Víctor Fernández erfüllte die hohen Erwartungen nur bedingt und wurde am 19. Spieltag entlassen. Anschließend arbeitete José Couceiro bis zum Saisonende, verteidigte aber im Jahr nach dem Champions-League-Sieg weder diesen noch die Meisterschaft. Im Mai 2005 wurde Co Adriaanse für die Saison 2005/06 als Trainer verpflichtet. Dieser verließ bereits nach einem Jahr den Verein, nachdem er das portugiesische Double gewonnen hatte. Als Nachfolger wurde Jesualdo Ferreira angestellt, der vom Stadtrivalen Boavista Porto im August 2006 abgeworben wurde. Diesem gelang es in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten, die Meisterschaft zu verteidigen, womit der FC Porto auch im neuen Jahrtausend die bestimmende Mannschaft in der Liga war (sechs Meisterschaften zwischen 2000 und 2010). Der Verein war als einzige portugiesische Mannschaft immer auch in der Champions League vertreten, über das Viertelfinale kam der FC Porto jedoch nicht hinaus. Als Folge des Schiedsrichterskandals 2003/04 wurde der Verein gemäß UEFA-Statuten für die Saison 2008/09 aus der Champions League ausgeschlossen. Zusätzlich wurden der Vereinspräsident Pinto da Costa von allen seinen Ämtern für mindestens zwei Jahre ausgeschlossen und eine Geldstrafe von 150.000 Euro verhängt.[3] In einem Berufungsverfahren wurde der Ausschluss aus der Champions League 2008/09 zuerst vorläufig[4] und später dann endgültig[5] revidiert. Die anderen Strafen bleiben bestehen. Die Zulassung zur Champions League 2009/10 wurde ebenso erteilt.[6]

Mannschaft des FC Portos und des FC Arsenals vor einem Champions-League-Vorrundenspiel in der Saison 2008/09

Am 26. Mai 2010 entließ der Verein Jesualdo Ferreira,[7] der den FC Porto zu drei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen geführt hatte. In der Saison 2009/10 verfehlte der FC Porto den zweiten Platz in der Liga, der die Qualifikation für die Champions League bedeutet hätte. Somit war der Verein das erste Mal seit 2003 nicht mehr in der finanziell lukrativen Endrunde vertreten. Als neuer Trainer wurde André Villas-Boas verpflichtet, der als Co-Trainer unter José Mourinho bereits im Verein tätig gewesen war. Mit Villas-Boas gewann der FC Porto die Meisterschaft mit 21 Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen Benfica, ohne dabei ein Spiel zu verlieren (zuletzt 1973 Benfica Lissabon), den Supercup und den Pokal mit einem 6:2 im Finale gegen Vitória Guimarães. Dazu gewann der FC Porto die Europa League am 18. Mai 2011 im ersten rein portugiesischen Finale. Gegner in Dublin war Sporting Braga, das mit 1:0 besiegt wurde. Trotz der erfolgreichen Saison trat Villas-Boas am 21. Juni 2011 zurück, um zum FC Chelsea wechseln zu können.[8] Noch am gleichen Tag wurde Vítor Pereira, der zuvor Co-Trainer unter Villas-Boas gewesen war, neuer Cheftrainer.[9] Der FC Porto war in der Liga saisonübergreifend 55 Spielen in Folge nicht mehr geschlagen worden und es fehlte nur noch ein Spiel zum Einstellung des Rekordes von Benfica. Die Serie endete nach 700 Tagen mit einem 1:3 beim Auswärtsspiel beim Gil Vicente FC am 29. Januar 2012. Die vorletzte Niederlage bescherte am 28. Februar 2010 Sporting Lissabon mit einem 3:0. Indes belegte der FC Porto in der Champions League in einer Gruppe mit Schachtar Donezk, Zenit St. Petersburg und APOEL Nikosia den dritten Tabellenplatz und spielte lediglich in der Europa League weiter. Dort schied der Titelverteidiger gegen Manchester City aus. Am Ende der Spielzeit verteidigte der FCP den portugiesischen Meistertitel. In der Champions League 2012/13 belegte der FC Porto in einer Gruppe mit Dinamo Zagreb, Paris Saint-Germain und Dynamo Kiew den zweiten Tabellenplatz. Im Achtelfinale schied er gegen den FC Málaga aus. In der Liga war der FC Porto bis zum vorletzten Spieltag Zweiter und wurde durch einen Sieg am letzten Spieltag zum dritten Mal nacheinander portugiesischer Meister. In der neuen Spielzeit wurde der FC Porto in der Gruppenphase der Champions League mit FK Austria Wien, Atlético Madrid und Zenit St. Petersburg Dritter und spielte in der Europa League weiter. Im Sechzehntelfinal setzte sich die Mannschaft gegen Eintracht Frankfurt durch und scheiterte im Achtelfinal am späteren Titelträger FC Sevilla. In der Meisterschaft musste sie Benfica Lissabon den Vortritt lassen.

Ende April 2024 wurde André Villas-Boas zum Präsidenten des FC Porto bis 2028 gewählt. Er ersetzte Jorge Nuno Pinto da Costa, der das Amt 42 Jahre bekleidete. Villas-Boas erhielt 80,3 % der Stimmen.[10]

Platzierung seit Gründung der Liga

Platzierung seit Gründung der Liga

Personen im Verein

Aktueller Kader 2025/26

Stand: 2. Februar 2026[11]

Weitere Informationen Nr., Nat. ...
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
14PortugalPortugalCláudio Ramos16. November 199120202027
24PortugalPortugalJoão Costa2. Februar 199620252030
51PortugalPortugalDiogo Fernandes17. Februar 200520232028
91PortugalPortugalGonçalo Ribeiro15. Januar 2006
99PortugalPortugalDiogo Costa19. September 199920192030
Abwehr
03BrasilienThiago Silva22. September 198420262026
04PolenJakub Kiwior15. Februar 200020252026
05PolenJan Bednarek12. April 199620252029
12NigeriaZaidu Sanusi13. Juli 199720202027
18ArgentinienNehuén Pérez24. Juni 200020242029
20PortugalPortugalAlberto Costa29. September 200320252030
21KroatienDominik Prpić19. Mai 200420252030
52PortugalPortugalMartim Fernandes18. Januar 200620222030
74PortugalPortugalFrancisco Moura16. August 199920242029
Mittelfeld
06KanadaStephen Eustáquio21. März 199120192027
08DanemarkDänemarkVictor Froholdt25.02.200620252030
10SpanienSpanienGabri Veiga27. Mai 200220252030
13Dominikanische RepublikPablo Rosario7. Januar 199720252029
20PortugalPortugalAndré Franco12. April 199820222027
22ArgentinienAlan Varela4. Juli 200120232030
25ArgentinienTomás Pérez26. August 200520252029
42ElfenbeinküsteSeko Fofana7. Mai 199520262026
68PortugalPortugalAndré Oliveira1. Oktober 200520242030
86PortugalPortugalRodrigo Mora5. Mai 200720242030
Sturm
07BrasilienWilliam Gomes15. März 200620252029
09SpanienSpanienSamu Omorodion5. Mai 200420242029
11BrasilienPepê24. Februar 199720212028
17SpanienSpanienBorja Sainz21. Februar 200220252030
26NiederlandeNiederlandeLuuk de Jong27. August 199020252026
27TurkeiDeniz Gül2. Juli 200420242029
47SpanienSpanienÁngel Alarcón15. Mai 200420242025
49PortugalPortugalGonçalo Sousa30. Juni 200620232027
75FrankreichFrankreichYann Karamoh8. Juli 199820252026
BrasilienGabriel Veron3. September 200220222027
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Präsidenten

Weitere Informationen Zeitraum, Präsident ...
Zeitraum Präsident
1893António Nicolau d’Almeida
1907–1910José Monteiro da Costa
1911Guilherme Carmos Pacheco
1912–1913Joaquim Pereira da Silva
1914–1915António Borges D’Avelar
1916António Martins Ribeiro
1917–1919Henrique Mesquita
1920–1921António Pinto Faria
1922Eurico Brites
1923–1925Domingos Almeida Soares
1926Afonso Freire Themudo
1927Sebastião Ferreira Mendes
1928Urgel Horta
Zeitraum Präsident
1929Tenente Augusto Sequeira
1930Eduardo Drumont Villares
1931António Augusto Figueiredo
1932–1933Sebastião Ferreira Mendes
1934–1935Eduardo Drumont Villares
1936–1937Carlos Teixeira Costa Júnior
1938–1939Ângelo César
1940Augusto Pires de Lima
1941–1942José Sousa Barcellos
1943Luís Ferreira Alves
1944–1947Cesário Bonito
1948Júlio Ribeiro Campos
1949Miguel Pereira
Zeitraum Präsident
1950Júlio Ribeiro Campos
1951–1953Urgel Horta
1954José Carvalho Moreira de Sousa
1955–1956Cesário Bonito
1957–1958Paulo Pombo
1959–1960Luís Ferreira Alves
1961–1964Nascimento Cordeiro
1965–1966Cesário Bonito
1967–1971Afonso Pinto Magalhães
1972–1982Américo Gomes de Sá
1982–2024Jorge Nuno Pinto da Costa
seit 2024André Villas-Boas
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Trainer

Weitere Informationen Zeitraum, Trainer ...
Zeitraum Trainer
1906–1907ItalienerItalien Catullo Gadda
1907–1924Belgier Adolf Cassaigne
1925–1927Ungar Akos Tezler
1927–1928PortugiesePortugal Alexandre Cal
1928–1935Ungar József Szabó
1935–1936Ungar Ferenc Magyar
1936–1937ÖsterreicherÖsterreich Franz Gutkas
1937–1942Ungar Mihaly Siska
1942–1945Ungar Lippo Hertzka
1945–1947Ungar József Szabó
1947–1948PortugiesePortugal Carlos Nunes
1947–1948Argentinier Eladio Vaschetto
1948–1949Argentinier ItalienItalien Alejandro Scopelli
1949–1950PortugiesePortugal Augusto Silva
1949–1950PortugiesePortugal Artur de Sousa Pinga
1949–1950Argentinier Francisco Reboredo
1950–1951Ungar Anton Vogel
1950–1951Ungar Dezső Gencsy
1951–1952Argentinier Eladio Vaschetto
1951–1952Spanier Luis Pasarín
1952–1953ItalienerItalien Lino Taioli
1952–1953PortugiesePortugal Fernando Vaz
1952–1953PortugiesePortugal Cândido de Oliveira
1954–1955PortugiesePortugal Fernando Vaz
1955–1956Brasilianer Dorival Knippel
1956–1957Brasilianer Flávio Costa
1957–1958Brasilianer Dorival Knippel
1957–1958Argentinier José Vale
1957–1958Brasilianer Otto Bumbel
Zeitraum Trainer
1958–1959Ungar Béla Guttmann
1959–1960Uruguay Italien Ettore Puricelli
1959–1960Tschechoslowake Ferdinand Daučík
1961–1962Ungar György Orth
1961–1962Argentinier Francisco Reboredo
1962–1963Ungar Jenő Kalmár
1963–1964PortugiesePortugal Artur Baeta
1964–1965Brasilianer Otto Glória
1965–1966Brasilianer Flávio Costa
1966–1969PortugiesePortugal José Maria Pedroto
1969–1970Rumäne Elek Schwartz
1969–1970PortugiesePortugal Vileirinha
1970–1971Schotte Tommy Docherty
1970–1971PortugiesePortugal António Teixeira
1970–1971PortugiesePortugal Artur Baeta
1970–1971PortugiesePortugal António Feliciano
1970–1971PortugiesePortugal António Morais
1971–1972Brasilianer Paulo Amaral
1972–1973Chilene Fernando Riera
1972–1973PortugiesePortugal António Feliciano
1973–1974Ungar Béla Guttmann
1974–1975Brasilianer Aymoré Moreira
1974–1975PortugiesePortugal Monteiro da Costa
1975–1976Jugoslawe Branko Stanković
1975–1976PortugiesePortugal Monteiro da Costa
1976–1980PortugiesePortugal José Maria Pedroto
1980–1982ÖsterreicherÖsterreich Hermann Stessl
1982–1984PortugiesePortugal José Maria Pedroto
1984–1987PortugiesePortugal Artur Jorge
Zeitraum Trainer
1987–1988Jugoslawe Tomislav Ivić
1988–1989PortugiesePortugal Quinito
1989–1991PortugiesePortugal Artur Jorge
1991–1993Brasilianer Carlos Alberto Silva
1993–1994Jugoslawe Tomislav Ivić
1994–1996EngländerEngland Bobby Robson
1996–1998PortugiesePortugal António Oliveira
1998–2001PortugiesePortugal Fernando Santos
2001–2002PortugiesePortugal Octávio Machado
2002–2004PortugiesePortugal José Mourinho
2004ItalienerItalien Luigi Delneri
2004–2005SpanierSpanien Víctor Fernández
2005PortugiesePortugal José Couceiro
2005–2006NiederländerNiederlande Co Adriaanse
2006–2010PortugiesePortugal Jesualdo Ferreira
2010–2011PortugiesePortugal André Villas-Boas
2011–2013PortugiesePortugal Vítor Pereira
2013–2014PortugiesePortugal Paulo Fonseca
2014PortugiesePortugal Luís Castro
2014–2016SpanierSpanien Julen Lopetegui
2016PortugiesePortugal José Peseiro
2016–2017PortugiesePortugal Nuno Espírito Santo
2017–2024PortugiesePortugal Sérgio Conceição
2024–2025PortugiesePortugal Vítor Bruno
2025Argentinier Martín Anselmi
2025–ItalienerItalien Francesco Farioli
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Bekannte ehemalige Spieler

Torhüter

Abwehrspieler

Mittelfeldspieler

Stürmer

Transferpolitik

Der FC Porto gilt als einer der wirtschaftlichsten Fußballvereine überhaupt, so stehen von 2007 bis 2012 Transferausgaben über 198 Millionen Euro Einnahmen von 379 Mio. gegenüber. Seit 2003 gab der Verein 284 Mio. Euro für die Verpflichtung von 205 Spielern aus und verbuchte im gleichen Zeitraum Erlöse über 555 Mio.[12]

Der Verein ist für „sein hervorragendes Scouting-System in Südamerika bekannt“:[13] Junge Talente werden mit der hervorragenden Nachwuchsarbeit und den guten sportlichen Aussichten des FC Porto angelockt. Jungen Brasilianern kommt darüber hinaus entgegen, dass in Portugal die gleiche Sprache gesprochen wird wie in ihrer Heimat.[14][15]

Transfereinnahmen und Ausgaben von der Saison 2015/16 bis 2021/22[16] (in Millionen):

Saison Transfereinnahmen Transferausgaben Gesamt
2021/22 15,37 21,5 - 6,13
2020/21 47,5 35,05 12,45
2019/20 112,68 32,0 80,68
2018/19 79,17 32,8 46,37
2017/18 49,8 47,91 1,89
2016/17 82,46 34,8 47,66
2015/16 19,02 9,77 9,25

Erfolge

Fans

Es gibt zwei offiziell anerkannte Ultragruppierungen, die den FC Porto unterstützen.

  • Super Dragões

Die größere der beiden Gruppierungen wurde am 30. November 1986 in Porto gegründet. Sie umfasst heute etwa 10.000 Mitglieder, aufgeteilt in 110 Zentren. Zahlenmäßig gehört sie also zu den weltweit größten organisierten Fangruppen. Momentaner Präsident ist Fernando Madureira (genannt „Macaco“). Die „Super Dragões“ sind nicht nur in zahlreichen portugiesischen Städten anzutreffen, sondern haben sich auch in europäischen Städten wie Zürich, Brüssel, Paris oder Luxemburg niedergelassen.

  • Colectivo Ultras 95

Diese Gruppe bildete sich am 6. Juni 1995 aus einem Zusammenschluss der Fans, die sich regelmäßig in der Nordkurve des Estádio das Antas trafen. Sie grenzen sich von den „Super Dragões“ durch einen alternativern Führungsstil ab: So verzichten sie auf einen Präsidenten, und es gibt eigene Frauengruppen (sog. Girls). Momentan haben die „Ultras 95“ 1000 Mitglieder, verteilt in 21 Untergruppen. Auch sie findet man in mehreren europäischen Städten wie Luxemburg oder Paris.

Basketball

Zur Basketballabteilung des FC Porto siehe FC Porto (Basketball).

Billard (Dreiband)

Nachdem der Verein schon 2016 Gastgeber des Coupe d’Europe war und die Silbermedaille hinter dem türkischen Verein Gaziantepspor errungen hatte, tauschten die Spieler Daniel Sánchez (ESP), Torbjörn Blomdahl (SWE), Rui Manuel Costa (PRT) und João Pedro Ferreira (PRT) beim Coupe d’Europe 2016/17 mit den Türken die Rolle und gewannen erstmals die Goldmedaille und damit die Krone der europäischen Dreiband-Liga. Vereinspräsident Jorge Alipio jubelte mit seiner Mannschaft über diesen historischen Sieg.[17] Portugal war schon mehrfach Ausrichter des Dreiband-Weltcups. Im April 1995 fungierte der FC Porto erstmals als Ausrichter dieser Turnierserie und empfing neben den 14 weltbesten Spielern der Weltrangliste insgesamt 32 Queue-Artisten.[18] Danach wurden bis 2019 noch weitere neun Dreiband-Weltcupturniere mit bis zu 149 Teilnehmern in Porto ausgerichtet. Mehrmals hatte der Verein auch den nationalen Mannschafts-Titel im Dreiband gewonnen. Die Austragung des Europapokals fand in den eigenen Räumlichkeiten der Billardabteilung statt, wohingegen der Weltcup im Pavilion Dragão Caixa ausgetragen wurde. Dieser befindet sich direkt auf dem Gelände des Fußballstadions. 2022 gewann der FC Porto zum zweiten Mal den Coupe d’Europe.[19]

Handball

Für die Handballabteilung siehe FC Porto (Handball).

Rollhockey

Der FC Porto ist auch ein Spitzenverein des in Portugal relativ beliebten und professionell betriebenen Rollhockey. Der Verein hat zahlreiche nationale und internationale Titel und Trophäen errungen. Höhepunkte sind hier die beiden Erfolge von 1986 und 1990 in der als CERH European League firmierenden Europäischen Champions League, zwei Titel beim UEFA-Pokal Äquivalent CERS Cup in den 1990er Jahren, und zwei Europapokale der Pokalsieger in den 1980er Jahren. Die Rollhockey Abteilung des FC Porto wurde 1955 ins Leben gerufen. Einer der Pioniere war dabei Acúrsio Carrelo, der während seiner Zeit beim Verein sowohl im Rollhockey als auch im Fußball in die Nationalmannschaft Portugals berufen wurde.

Die Spielstätte ist seit 2009 die Dragão Arena.

Erfolge

  • Europaliga: 1986, 1990
  • Europapokal der Pokalsieger: 1982, 1983
  • CERS Cup: 1994, 1996
  • Meisterschaft von Portugal: 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1991, 1999, 2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
  • Pokal von Portugal: 1983, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1996, 1998, 1999, 2005, 2006, 2008, 2009, 2020

Volleyball

Im Volleyball war der Verein ab 1943 bis 1990 aktiv.

Erfolge

Die Männerteams des Vereins gewannen

  • die nationale Meisterschaft Campeonato Português de Voleibol neun Mal (1968/69, 1969/70, 1970/71, 1972/73, 1974/75, 1976/77, 1978/79, 1985/86, 1987/88)
  • den nationalen Pokalwettbewerb Taça de Portugal de Voleibol sechs Mal (1967/68, 1969/70, 1970/71, 1971/72, 1986/87, 1987/88)

Radsport

Im Straßenradsport war der FC Porto von 2016 bis 2022 Namensgeber des UCI Continental Teams W52-FC Porto.

Commons: FC Porto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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