Fagenbach
rechter Zufluss der Talfer
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Der Fagenbach (italienisch Rio Fago), im oberen Bereich auch Altenbach genannt, ist ein rechter Zufluss der Talfer[1], der im Bozener Ortsteil Gries bei Scharfeck (Rastbichl) in den Stadtfluss einmündet.
| Fagenbach Altenbach | ||
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Die Schlucht des Fagenbachs bei Bozen mit dem Wasserfall | ||
| Daten | ||
| Lage | Jenesien, Bozen | |
| Flusssystem | Etsch | |
| Abfluss über | Talfer → Eisack → Etsch → Adria | |
| Flussgebietseinheit | Ostalpen | |
| Quelle | im Gemeindegebiet von Jenesien am nördlichen Gipfelbereich des Alten | |
| Mündung | in Gries bei Scharfeck-Rastbichl in die Talfer 46° 30′ 34″ N, 11° 20′ 59″ O | |
Der Wasserlauf entspringt im Gemeindegebiet von Jenesien am nördlichen Gipfelbereich des Alten. Die sog. Leck, der oberste Teil des Fagenbachtals, ist mit gut sichtbaren Grödener Schichten ausgebaut.[2] Kurz vor der Vereinigung mit der Talfer bildet der Bach in einer schluchtartigen Enge einen als Naturdenkmal ausgewiesenen Wasserfall aus, der vom winterseitigen Teil der Guntschnapromenade gut eingesehen werden kann. Hier quert auch die 1981 eröffnete Landesstraße nach Jenesien in gerundeter Brückenbauweise als Viadukt den talartigen Einschnitt des Fagenbachs.
Der Bachname ist bereits 1276 als „Vach“ urkundlich bezeugt.[3] Im 15. Jahrhundert wird der „Vagenpach“ genannt.[4]
Vom Fagenbach geht bei Starkregenereignissen aufgrund seines großen Wassereinzugsgebiets erhebliche Überschwemmungsgefahr für Gries und Bozen aus. Dies führte bereits im 15. Jahrhundert zur Begründung einer sogenannten Wasserleege am Fagen („lege am Vagen“), wie aus einer von König Maximilian I. im Jahr 1497 erlassenen Verfügung hervorgeht.[5] Sie war unter anderem für die Eindämmung der Wassergefahr durch Uferschutzmaßnahmen zuständig.[6]
Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes wurde am unteren Bachlauf im Jahr 2023 bei St. Georgen eine 8 m hohe Betonsperre errichtet.[7] Ein letztes großes Hochwasserereignis ereignete sich am 8. August 1957.[8]
