Fair Company
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Fair Company ist eine 2004 gegründete Arbeitgeberinitiative der Handelsblatt GmbH, die sich für faire Arbeitsbedingungen und eine verantwortungsvolle Unternehmenskultur gegenüber Berufseinsteigern, Studierenden und Young Professionals einsetzt. Die Initiative zeichnet Unternehmen aus, die definierte Kriterien zu Fairness, Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten erfüllen. Darüber hinaus betreibt Fair Company eine Karriereplattform mit Arbeitgeberprofilen und Stellenangeboten.

Geschichte/Hintergrund
Die Initiative wurde im Jahr 2004 von dem damaligen Chefredakteur des Wirtschaftsmagazins Junge Karriere, Jörn Hüsgen, ins Leben gerufen. Hintergrund war die öffentliche Diskussion über die sogenannte „Generation Praktikum“ sowie die Verbesserung der Bedingungen für Hochschulabsolventen und Praktikanten. Die Generation Praktikum war wesentliche Zielgruppe des Wirtschaftsmagazins Junge Karriere.
Im Jahr 2020 wurde Fair Company grundlegend neu ausgerichtet. Während zuvor vor allem faire Praktikumsbedingungen im Mittelpunkt standen, umfasst die Initiative heute ein breiteres Verständnis von Fairness in der Arbeitswelt. Bewertet werden unter anderem Unternehmenskultur, Führung, Arbeitsorganisation, Entwicklungsmöglichkeiten, Diversität, Nachhaltigkeit sowie gesellschaftliche Verantwortung.
Ziele
Ziel der Initiative ist es, Transparenz für Studierende, Absolventen und Young Professionals bei der Arbeitgeberwahl zu schaffen sowie Unternehmen sichtbar zu machen, die sich zu fairen Arbeitsbedingungen bekennen.
Neben der Auszeichnung betreibt Fair Company eine digitale Plattform, auf der sich Unternehmen präsentieren und Stellenangebote veröffentlichen können. Die Plattform richtet sich insbesondere an Berufseinsteiger, Werkstudierende, Praktikanten, Trainees und Absolventen. Nach Angaben der Initiative gehören rund 500 Unternehmen verschiedener Branchen und Größen zum Netzwerk.

Prüfverfahren
Die Aufnahme in das Netzwerk erfolgt über ein mehrstufiges Prüfverfahren. Unternehmen beantworten zunächst einen wissenschaftlich entwickelten Kriterienkatalog. Zusätzlich fließt das Feedback von Young Professionals in die Bewertung ein.
Wissenschaftlicher Partner der Initiative ist das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen. Das Institut entwickelt die Bewertungsmethodik weiter und begleitet die Prüfung der teilnehmenden Unternehmen.
Organisation
Fair Company wird von der Handelsblatt GmbH mit Sitz in Düsseldorf betrieben und ist Teil der Handelsblatt Media Group. Die Initiative arbeitet mit Hochschulen, Unternehmen sowie wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen und veröffentlicht regelmäßig Inhalte zu Karriere, Berufseinstieg und Arbeitgeberattraktivität.
Netzwerk
Zum Netzwerk gehören Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen – von Start-ups über mittelständische Unternehmen bis hin zu internationalen Konzernen. Zu den ausgezeichneten Arbeitgebern zählen unter anderem Accenture, Aldi Nord, Berliner Verkehrsbetriebe, Deutsche Bank, Dräger, HDI, LANXESS, Metro, Phoenix Contact, Techniker Krankenkasse, Vetter und Wolters Kluwer.
Veröffentlichungen
Einmal jährlich erscheint der FairCompany Guide als Beilage zum Handelsblatt. Das Magazin richtet sich mit Inhalten rund um den Berufseinstieg an die junge Zielgruppe und enthält eine Übersicht der aktuellen Mitgliedsunternehmen der Fair Company Initiative.[1][2]
Schirmherren
Die Schirmherrschaft übernahm bis 2013 der jeweilige amtierende Bundesminister für Arbeit und Soziales, respektive Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit (2004–2005):
- Wolfgang Clement (bis 2005)
- Franz Müntefering (bis 2008)
- Olaf Scholz (bis 10/2009)
- Franz Josef Jung (10/2009 bis 11/2014)
- Ursula von der Leyen (11/2009 bis 12/2013)