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Falstaff

literarische Figur From Wikipedia, the free encyclopedia

Sir John Falstaff ist eine von William Shakespeare geschaffene Bühnenfigur, die erstmals in den Theaterstücken Heinrich IV., Teil 1, Heinrich IV., Teil 2 und Die lustigen Weiber von Windsor auftritt. Der fette, prahlerische, trink- und raufsüchtige Ritter wird in Die lustigen Weiber von Windsor als komische, in Heinrich IV. aber auch als melancholische Figur dargestellt. Sein Name wurde zum Synonym für einen dicken, ebenso lasterhaften wie liebenswerten Angeber und Genießer.[2][3]

„Pippo“: Tracht worinn Hr. Schröder den Fallstaff spielt, Berlin 1780; dargestellt ist Friedrich Ludwig Schröder[1]
Eduard von Grützner: „Falstaff“, 1921

Falstaff bei Shakespeare

Die Figur sollte bei Shakespeare ursprünglich John Oldcastle heißen, wurde aber wegen der Namensgleichheit mit einem bekannten Ritter umbenannt. Falstaff gehört zu den beliebtesten Gestalten des Dichters und wurde später auch von anderen Autoren, vor allem von Opernkomponisten, aufgegriffen und in eigenen Werken als komische Figur verarbeitet.[4]

Auch in dem Königsdrama Heinrich V. kommen Sir John Falstaff sowie seine Gefolgschaft und sein Haushalt vor. Hier ist er der in königliche Ungnade gefallene, sterbende Ritter, der den Frankreichfeldzug von 1415 seines Königs und früheren Freundes Heinrich nicht mehr erlebt.[5] Seine Krankheit und sein Tod werden in dem Stück nur kurz in den Szenen II.1 und II.3 erwähnt, er hat aber keinen Auftritt als Bühnenfigur mehr. Dennoch erscheint er in einigen Inszenierungen und Filmadaptionen des Dramas als eigenständige Figur, beispielsweise in Laurence Oliviers berühmter Filmfassung von 1944 oder in Kenneth Branaghs Verfilmung von 1989 mit George Robey und Robbie Coltrane als Darstellern.

Weitere Werke mit Falstaff als Titelfigur

Commons: Falstaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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