Fambita
Dorf in Kokorou, Niger
From Wikipedia, the free encyclopedia
Geographie
Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf befindet sich rund 14 Kilometer nördlich des Hauptorts Kokorou der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Téra in der Region Tillabéri gehört. Zu weiteren Siedlungen in der Umgebung von Fambita zählen Béra im Nordwesten, Amara und Loudji im Nordosten, Dossa Kourégou im Südwesten sowie Doungouro und Sédey im Westen.[1]
Es herrscht das Klima der Sahelzone vor, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 300 und 400 mm.[2]
Geschichte

Am 15. Mai 2023 drangen bewaffnete Angreifer in die Dörfer Fambita, Béra, Doungouro, Firo Koira, Komdi, Kourégou, Sédey und Zaney ein und erpressten Vieh. Bereits am Vortag waren im ebenfalls in der Gemeinde Kokorou gelegenen Dorf Boungou Vieh gestohlen und zwei Menschen ermordet worden. Daraufhin flüchteten Bewohner aller genannten Dörfer unter schwierigen Umständen in die Departementshauptstadt Téra.[3]
Bei einem der Terrororganisation Islamischer Staat in der Größeren Sahara zugeschriebenen Anschlag wurden während des Freitagsgebets in einer Moschee in Fambita am 21. März 2025 44 Zivilisten getötet und 13 weitere verletzt, davon vier schwer. Bei ihrem Rückzug setzten die Angreifer den Markt und mehrere Wohnhäuser in Brand. Die Regierung Nigers ordnete nach dem Massaker eine dreitägige Staatstrauer an.[4]
Eine 2025 durchgeführte Untersuchung der nigrischen Regierung mit Unterstützung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen stufte Fambita als einen der 1285 Orte in Niger ein, die in Hinblick auf die Ernährungssicherheit äußerst verwundbar waren.[5]
Bevölkerung
Kultur
Gemäß dem traditionellen Glauben in den Songhai-Gebieten ist ein Teich bei Fambita wie einige Gewässer andernorts vom Geistwesen gorou gondi bewohnt, das die Form einer Wasserschlange annimmt. In Fambita hat die Schlange den Namen Assibatali.[8]

