Fedir Masulenko
ukrainischer Architekt
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Fedir Mychajlowytsch Masulenko (ukrainisch Федір Михайлович Мазуленко; * 26. Februar 1882 in Krementschuk, Gouvernement Poltawa; † 17. Januar 1938 in Charkiw) war ein ukrainischer Architekt und Vertreter der ukrainischen architektonischen Moderne.
Leben und Wirken
Fedir Masulenko stammte aus einer kosakischen Familie. Seine Eltern waren Anna Iwaniwna und Mychajlo Dorofijowytsch Masulenko. Im Jahr 1901 schloss Fedir Masulenko die Eisenbahnschule in Krementschuk ab. Anschließend zog er nach Charkiw, wo er sich die architektonische Ausbildung autodidaktisch aneignete. Von 1915 bis 1918 war er leitender Bautechniker und Architekt in der Architekturabteilung der Eisenbahn. Im Jahr 1925 entwarf er Zwei- und Vierfamilienhäuser im Rahmen des Arbeitersiedlungsprojekts Tschervonyi Schowten (dt.: Roter Oktober) in der Nähe von Charkiw.[1]
In den Jahren 1925 bis 1927 errichtete er in Krjukiw am Dnipro (heute Stadtteil vom Krementschuk) sein bekanntestes Werk, den Kulturpalast.[2] Das Gebäude wurde im Stil der ukrainischen Moderne errichtet und weist zahlreiche Elemente der ukrainischen Volksarchitektur auf. Auch in weiteren Projekten, wie dem Eisenbahnklub in Poltawa, setzte er nationale architektonische Formen und Motive ein. Masulenko war Mitglied der Gesellschaft der ukrainischen zeitgenössischen Architekten. In den 1930er Jahren arbeitete er bei Sowjustransprojekt.
Am 22. Oktober 1937 wurde Fedir Masulenko während der stalinistischen Säuberungen durch das NKWD verhaftet und am 17. Januar 1938 in Charkiw hingerichtet.[3]
- Kulturpalast im Krementschuk
- Kulturpalast im Krementschuk, Seiteneingang
- Kulturpalast im Krementschuk, dekorative Fensterumrahmung
Gedenken
Seit 2022 trägt eine Gasse in Krementschuk den Namen Fedir-Masulenko-Gasse.[4]