Feldbahn der Zuckerfabrik Dinklar
Feldbahn in Dinklar, Niedersachsen
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Die Feldbahn der Zuckerfabrik Dinklar war eine etwa 6,5 km lange Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm. Sie führte von den Zuckerrübenfeldern in der heutigen Gemeinde Schellerten zur Zuckerfabrik in Dinklar.
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Diesellok Deutz OMZ 117 | |||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 6,5 km | ||||||||||||||||
| Spurweite: | 600 mm (Schmalspur) | ||||||||||||||||
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Geschichte der Feldbahn
Die Aktionäre der Zuckerfabrik Dinklar wollten Anfang der 1890er Jahre die Anfuhr der Rüben von den umliegenden Feldern in die Fabrik durch den Bau einer Feldbahn erleichtern. Am 13. Februar 1895 stimmten sie dem Bau einer 6,5 km langen Pferdebahn von Achtum nach Dinklar zu. Von der mit vorgefertigten Gleisjochen verlegten Hauptstrecke konnten fliegende Gleise abzweigen. Auf diesen Gleisen wurden die Kipploren von Ochsen gezogen.
Später wurden die Gleise durch solche mit einem höheren Metergewicht ersetzt, so dass die Loren von einer kleinen Dampflokomotive zur Zuckerfabrik gezogen werden konnten, die 1945 von einer Diesellok Deutz OMZ 117 abgelöst wurde.
In den 1960er Jahren wurde die Rübenbahn stillgelegt, da die Abfuhr der Rüben mit Traktoren und Lastkraftwagen kostengünstiger war. Reste der Gleisanlage befinden sich bis heute am Rand der Feldwege, zum Beispiel am Ende des Bauleweges vor der Sitzbank.[3][4]
Geschichte der Zuckerfabrik


Die Zuckerfabrik Dinklar wurde 1882 gegründet, woraufhin 163 Investoren 854 Aktien zu je 300 Mark zeichneten. Die Fabrik wurde 1882/83 von der Braunschweigischen Maschinenbau-Anstalt eingerichtet. 1967 wurden die Fabrikanlagen von der Zuckerfabrik Dingelbe übernommen. 1985 ging das Unternehmen in der Lehrter Zucker AG auf.[5][6]
Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik (ca. 5,5 ha) siedelten sich verschiedene Gewerbe- und Handwerksbetriebe aus den Bereichen Metall- und Heizungsbau sowie ein Malereibetrieb, ein Solaranlagenhersteller und ein landwirtschaftliches Silolager an.[7]
Normalspurlokomotiven
Die Zuckerfabrik betrieb auch Normalspurlokomotiven, die auch für den Rangierbetrieb auf Bundesbahngleisen zugelassen waren:
Weitere Feldbahnen

Auch die Ahstedt-Schellerter Zuckerfabrik betrieb ab 1. Oktober 1898 eine von Zugtieren gezogene Feldbahn. Sie führte von der Zuckerfabrik im Ortsteil Schellerten nach Süden bis Wendhausen und nach Norden bis zum Rittergut Oedelum.[12][13] Eine Kuriosität dieser Feldbahn war ein Bereisungswagen, die sogenannte Gleiskutsche, mit dem Gutsbesitzer Dehne auf seinen Inspektionen von Gut Oedelum zur Zuckerfabrik Schellerten fuhr.[14] Die Feldbahn wurde benötigt, weil die evangelischen Bauern aus Wendhausen ihre Zuckerrüben wohl nicht im katholischen Ortsteil Dinklar verarbeiten lassen wollten, obwohl das einen kürzeren Transportweg erfordert hätte. 1964 fusionierte die Ahstedt-Schellerter-Zuckerfabrik mit der Zuckerfabrik in Rethen und stellte 1967 als Folge der Zentralisierung ihren Betrieb ein. Das alte Zuckerfabrikgelände diente noch rund 15 weitere Jahre als Verladestation für Zuckerrüben.[12]

