Felicitas Franck
deutsche Künstlerin
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Felicitas Franck (* 1950 in Schwäbisch Hall) ist eine deutsche Künstlerin, die vor allem für ihre Bildhauerei bekannt ist.[1]

Leben und Werk
Felicitas Franck wurde 1950 auf der Oberlimpurg in Schwäbisch Hall als Tochter des Malers Dieter Franck geboren. Sie studierte Malerei an der Städelschule in Frankfurt am Main sowie Bildhauerei an der Universität der Künste Berlin, wo sie 1976/77 Meisterschülerin von Lothar Fischer war. Seit den 1970er Jahren erhielt sie mehrere Stipendien und Förderungen, darunter Arbeits- und Projektstipendien des Landes Berlin sowie ein Atelierstipendium im Künstlerhaus Bethanien. Zudem hatte sie Lehraufträge, unter anderem an der Technischen Hochschule Darmstadt, der Universität der Künste Berlin und am Jüdischen Museum Berlin.[1]
Franck arbeitet vorwiegend im Bereich der figürlichen Bildhauerei. Ein Schwerpunkt ihres Werks sind Skulpturen menschlicher Figuren, darunter die Werkgruppe der Wanderer, die ab den 2010er Jahren entstand und in musealen Ausstellungen gezeigt wurde. In ihren neueren Arbeiten verwendet Franck vor allem Ton und Gips. Die Oberflächen bleiben teilweise offen und zeigen die Spuren des Arbeitsprozesses. Bis 2010 lebte und arbeitete sie überwiegend in Berlin. Anschließend kehrte sie nach Schwäbisch Hall zurück, wo sie das Dieter-Franck-Haus gründete und ein eigenes Atelier einrichtete.[2][3][4][5]
Ausstellungen (Auswahl)
- 2020: Zimmerecken. Villa Flora, Winterthur
- 2018: WANDERland. Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg[6]
- 2013: Felicitas Franck 3D. Dieter-Franck-Haus, Schwäbisch Hall
- 2002: Konkav–konvex. Hällisch-Fränkisches Museum, Schwäbisch Hall
- 2002: Wächserne Identitäten. Georg Kolbe Museum, Berlin
- 2001: Intime Expeditionen. Badischer Kunstverein, Karlsruhe / Haus am Waldsee, Berlin
- 1998: Die starke Geste. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin
- 1995: Galerie Vorsetzen, Hamburg
- 1994: Gewalt/Geschäfte. Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin
- 1994: Sie war fein und rund. Bröhan-Museum, Berlin
- 1993: Mauer im Kopf. Kunstwerke Berlin, Berlin
- 1993: After the Wall. Carnegie Museum of Art, Pittsburgh
- 1993: Leeren. Wahrnehmbare Abwesenheit, Teil 2. Akademie der Künste, Berlin
- 1992: Leer-Gut. Wahrnehmbare Abwesenheit. Künstlerhaus Bethanien, Berlin
- 1992: Räume. Galerie Ermer, Berlin
- 1991: Noch nie gezeigt – Kunst im Kasten. Berlinische Galerie / Martin-Gropius-Bau, Berlin
- 1990: Ausstellung mit Thomas Müller. Kunstmuseum Heidenheim, Heidenheim
- 1990: So oder so, Goldrausch I. Künstlerhaus Bethanien, Berlin
- 1975: Forum junger Kunst. Forum junger Kunst, Mannheim und Recklinghausen

Werke im öffentlichen Raum
- 2006: Litfaßsäule. Ernst-Litfaß-Gedenksäule gestaltet mit Maria Best. Bronze. Münzstraße, Berlin-Mitte[7]
- 1985: Strauß. Bronze. Neue Straße / Henkersbrücke, Schwäbisch Hall[3]
- 1980: Brunnen. Marmor. Unterlimpurger Straße, Schwäbisch Hall[3]
Stipendien und Auszeichnungen
- 1996: Arbeitsstipendium des Landes Berlin im Künstlerinnenprogramm
- 1992–1993: Stipendium des Landes Berlin im Förderprogramm Frauenforschung
- 1992: Atelierstipendium, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
- 1991–1992: Projektförderung des Senats für kulturelle Angelegenheiten, Berlin
- 1991: Förderpreis der Stiftung Kultur, Berlin
- 1990: Goldrausch-Stipendium, Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Berlin[8]
- 1976: Arbeitsstipendium der Stiftung Notgemeinschaft der deutschen Kunst, Berlin
Veröffentlichungen
- Franck's Hunde. Dorn, Berlin 1998, ISBN 978-3-9804285-9-0.
- Dieter Franck – Draußen und drinnen: (1909–1980). Herausgeberin und Illustratorin. Kulturstiftung Hohenlohe, Künzelsau 2009, ISBN 978-3-934418-01-1.