Felsőtárkány
Gemeinde in Ungarn
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Felsőtárkány [] ist eine ungarische Gemeinde im Kreis Eger im Komitat Heves.
| Felsőtárkány | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Nordungarn | |||
| Komitat: | Heves | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Eger | |||
| Kreis: | Eger | |||
| Koordinaten: | 47° 58′ N, 20° 25′ O | |||
| Fläche: | 77,32 km² | |||
| Einwohner: | 3.444 (1. Jan. 2025) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 36 | |||
| Postleitzahl: | 3324 | |||
| KSH-kód: | 16328 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024) | ||||
| Gemeindeart: | Gemeinde | |||
| Bürgermeister: | Attila Simon Juhász[1] (Fidesz-KDNP) | |||
| Postanschrift: | Fő út 101 3324 Felsőtárkány | |||
| Website: | ||||
| (Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office) | ||||
Geografische Lage
Felsőtárkány liegt in Nordungarn, ungefähr zehn Kilometer nordöstlich des Komitatssitzes und der Kreisstadt Eger, am Fluss Tárkányi-patak sowie an Imókő und Vöröskő, am südwestlichen Rand der Gebirgsregion Bükk und des gleichnamigen Nationalparks. Der größte Teil des Gemeindegebiets ist bewaldet und bergig mit Höhen bis über 900 Meter.
Geschichte
Felsőtárkány wurde unter den Namen Oltarkan und Feltarkan im Jahr 1261 erstmals urkundlich erwähnt. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden die Ortsteile Alsótárkány und Felsőtárkány bezeugt. In Felsőtárkány wurde 1330–1335 eine Kartause errichtet.
1526 überfielen die Osmanen die Siedlung und zerstörten sie vollständig, so dass der Ort bis 1577 eine Wüstung war. 1634 ging er bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in kirchlichen Besitz über. In der Folge waren die Bewohner seit 1694 Leibeigene. Der Bischof von Eger, Ferenc Barkóczy, ließ um 1750 das Schloss Fourcontrasti und ein Nazarener-Kloster errichten, von dem nur noch Reste an der Barátrét („Mönchwiese“) erhalten sind.
Bischof Karl Eszterházy veranlasste den Bau der Klosterkirche zwischen 1785 und 1790. Die Altäre wurden 1793 geschaffen, die Skulpturen wurden bereits 1783 vollendet.
Im Jahr 1913 gab es in der damaligen Großgemeinde 299 Häuser und 2074 Einwohner auf einer Fläche von 13.436 Katastraljochen.[2] Sie gehörte zu dieser Zeit zum Bezirk Eger im Komitat Heves.
Der 1920 gebaute Stausee bezieht sein Wasser aus der Szikla-Quelle („Felsen-Quelle“).
Der Zweite Weltkrieg ging hier am 10. Dezember 1944 zu Ende. 1950 wurde eine Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft gegründet. 1992 wurde die Kanalisation fertiggestellt.
Gemeindepartnerschaften
Es bestehen folgende Gemeindepartnerschaften:[3]
Dickenschied, Deutschland
Malé Trakany, Slowakei
Mezőtárkány, Kreis Füzesabony, Ungarn
Tărcaia, Kreis Bihor, Rumänien
Tárkány, Ungarn
Veľké Trakany, Slowakei
Partnerschaft mit Dickenschied
Seit dem 19. August 1993 besteht zwischen Felsőtárkány und der Hunsrück-Gemeinde Dickenschied eine Partnerschaft. Zustande kam sie, als infolge des Orkans „Wiebke“, der im Januar 1990 sehr große Schäden anrichtete, für Aufräumarbeiten in den Wäldern des Soonwaldes und Lützelsoons viele Arbeiter aus Schweden, Österreich und Ungarn geholt wurden und insbesondere Arbeiter aus Felsőtárkány, dessen Gemarkung zu 90 Prozent bewaldet ist, in den Ferienwohnungen Dickenschieds ein Jahr lang Quartier fanden. Aus ersten privaten Kontakten entstand so eine Beziehung zwischen den Dörfern, die zur Gemeindepartnerschaft führte. Zwischen mehreren Vereinen bestehen Verbindungen. Durch die Partnergemeinde werden ein Musikverein, zwei Kindergärten und eine Schule unterstützt.
Sehenswürdigkeiten
- 1956er-Denkmal, erschaffen von Péter Vass
- Reformierte Kirche Kálvin János
- Römisch-katholische Kirche Bűnbánó Szent Mária Magdolna, erbaut 1785–1790 im spätbarocken Stil
- Skulpturengruppe Fatimai Szűzanya és a pásztorgyerekek, erschaffen von Tamás Kakuk
- Waldbahn Felsőtárkány
- Zsolt-Erőss-Gedenkstele, erschaffen von István Kiss
- Blick auf Felsőtárkány
- Stausee
- Römisch-katholische Kirche Bűnbánó Szent Mária Magdolna
