Fenian

Album des irischen Trios Kneecap (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Fenian ist das zweite Studioalbum des nordirischen Hip-Hop-Trios Kneecap, das im Mai 2026 erschien. Das Album erreichte Platz eins der irischen Albumcharts.

Veröffent-
lichung

1. Mai 2026

Format(e)

CD, Download, LP, Streaming

Schnelle Fakten Studioalbum von Kneecap, Veröffent-lichung ...
Fenian
Studioalbum von Kneecap

Veröffent-
lichung

1. Mai 2026

Label(s)

Heavenly Recordings

Format(e)

CD, Download, LP, Streaming

Genre(s)

Hip-Hop

Titel (Anzahl)

14

Länge

42:32

Besetzung

  • Rapper: Móglaí Bap
  • DJ: DJ Próvaí

Produktion

Dan Carey

Chronologie
Fine Art
(2024)
Fenian
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Entstehung

Im September 2025 begann die Band mit der Arbeit an ihrem neuen Album. Rapper Mo Chara (bürgerlich: Liam Óg Ó hAnnaidh) war zur gleichen Zeit mit einem Terrorismusverfahren konfrontiert. Ihm wurde vorgeworfen, während eines Konzerts die Flagge der Hisbollah gezeigt zu haben. Das Verfahren wurde jedoch eingestellt, da die Anklage einen Tag nach Ablauf der gesetzlichen Frist eingereicht worden war.[1] Nach kurzer Zeit wurden die Arbeiten unterbrochen, da die Band mit dem Ergebnissen unzufrieden war. Das Material habe sich zu ähnlich wie das des Vorgängeralbums angehört.[2] Lediglich die Lieder Occupied 6 und Gael Phonics wurden für Fenian verwendet.[3]

Daraufhin reisten Mo Chara und Móglai Bap (bürgerlich: Naoise Ó Cairealláin) nach London, um mit dem Produzenten Dan Carey weiterzuarbeiten. DJ Próvai (bürgerlich: J. J. Ó Dochartaigh) blieb derweil in Irland.[2] Die Band bezeichnete das Album als „wohlüberlegte Antwort an diejenigen, die Kneepcap zum Schweigen bringen wollten und dabei scheiterten“. Man habe versucht, die Band zu stoppen, indem man sie als „Terroristen“ bezeichnete mit Konzertabsagen, Einreiseverboten und Statements des britischen Premierminister Keir Starmer,[4] der die Ansichten der Band als „komplett unerträglich“ bezeichnete.[5]

Als Gastmusiker sind der palästinensische Rapper Fawzi, die norwegische Synthpopband Casiokids, die irische Sängerin Radie Peat und die britische Sängerin Kae Tempest zu hören. Liam Toon spielte bei fünf Liedern das Schlagzeug. Bei dem Lied Éire go Deo steuerten Aoife Ní Bhriain, Brendán Ó Fiaich, Ciarán Bhéin, Gearóid Ó Cairealláin, Manchán Magan und Rose Connolly Hintergrundgesänge bei.[6]

Veröffentlichung

Die Erstveröffentlichung von Fenian erfolgte am 1. Mai 2026 bei Heavenly Recordings. Ursprünglich sollte das Album am 24. April 2026 anlässlich des 110. Jahrestages des Osteraufstandes erscheinen[7], musste die Veröffentlichung aber um eine Woche verschieben.[8] Das Album erschien in seiner Originalausführung als CD (Katalognummer: HVNLP232CD) und LP (Katalognummer: HVNLP232C) sowie zum Download und Streaming mit 14 Titeln.[9] Vor der Albumveröffentlichungen erschienen die Lieder Liars Tale (28. Januar 2026), Smugglers & Scholars (24. Februar 2026), Fenian (1. April) und Irish Goodbye (28. April 2026) als Single.[10][11][12][13] Begleitet wurden die Singleauskopplungen je von einem offiziellen Musikvideo.[14]

Hintergrund

Weitere Informationen Titelliste ...
Titelliste
  1. Éire go Deo – 2:19
  2. Smugglers & Scholars – 3:11
  3. Carnival – 2:52
  4. Palestine (feat. Fawzi) – 2:36
  5. Liars Tale – 3:17
  6. Fenian (feat. Casiokids) – 3:14
  7. Big Bad Mo – 3:44
  8. Headcase – 2:40
  9. An RA – 3:40
  10. Cold at the Top – 3:20
  11. Occupied 6 – 2:04
  12. Gael Phonics – 2:34
  13. Cocaine Hill (feat. Radie Peat) – 3:27
  14. Irish Goodbye (feat. Kae Tempest) – 3:34
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Der Albumtitel bezieht sich auf die Fenier. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine Gruppe umherziehender Krieger im Mittelalter. Ende des 19. Jahrhunderts wurden irische Revolutionäre, die sich für die irische Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich einsetzten, als Fenier bezeichnet. Später wurde der Begriff Fenier zu einer abwertenden Bezeichnung für das irische Volk und eine Beleidigung von irischen Katholiken.[2] Für Mo Chara ist Fenian ein Geusenwort, mit dem die Band ihre Sprache und kulturelles Erbe reklamieren.

Éire go Deo (irisch Irland für immer) handelt von der irischen Sprache.[15] Smugglers & Scholars befasst sich mit der revolutionären Periode, die in den 1910er und frühen 1920er Jahren zur Unabhängigkeit der Republik Irlands führte.[16] Carnival wurde von den Gerichtsverhandlungen gegen Mo Chara inspiriert. Palestine behandelt den Krieg in Israel und Gaza seit 2023 aus Sicht der Palästinenser. Das Vorgehen der Israelis wird als Völkermord bezeichnet.[17] Liars Tale ist direkt an den britischen Premierminister Keir Starner und seiner Position in dem Krieg adressiert.[18]

Das Lied An RA ist eine Vorstellung von einem vereinigten Irland und einem Ende der britischen Herrschaft. RA steht dabei für Ríocht Aontaithe (irisch Vereinigtes Königreich). Occupied 6 handelt von der paramilitärischen Gewalt während des Nordirlandkonflikts.[15] Der Titel des Liedes bezieht sich auf die Counties Antrim, Armagh, Derry, Down, Fermanagh und Tyrone, die das zum Vereinigten Königreich gehörende Nordirland bilden.[17] Gael Phonics ist laut Kneecaps Plattenlabel eine „Lehrstunde“ in der irischen Sprache. Cocaine Hill befasst sich mit den Auswirkungen einer durch Kokain verursachten Schlaflosigkeit.[15] Irish Goodbye wurde als Tribut an Móglai Baps Mutter geschrieben, die an einer Depression litt und sich 2020 das Leben nahm.[2]

Rezeption

Christian Schmitz-Linnartz vom deutschen Magazin laut.de lobte Fenian für seine „intelligente Provokation“ und den „Abwechselungsreichtum“. Das Album würde „zweifelsfrei in der Liga um das Album des Jahres mitspielen“, wofür Schmitz-Linnartz fünf von fünf Punkten vergab.[17] Laut Andrew Trendell vom britischen Magazin New Musical Express erreichten Kneepcap mit Fenian „Kraft und Reife“. Für ein „solides, progressives und angstloses Album einer Band, die statt Musik zu machen, die zählt auch einfach herumalbern könnte“, vergab Trendell 4,5 von fünf Punkten.[19]

Chartplatzierungen

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungen[20]Höchst­platzie­rungWo­chen
 Irland (IRMA)1 (Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Schweiz (IFPI)[21]56 (Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
 Vereinigtes Königreich (OCC)2 (Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig Wo.)Template:Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig
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Einzelnachweise

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