Fenpropidin

organische Verbindung, Fungizid From Wikipedia, the free encyclopedia

Fenpropidin ist eine Mischung von zwei enantiomeren chemischen Verbindungen aus der Gruppe der Piperidine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fenpropidin
1:1-Gemisch aus (R)-Form (oben)
und (S)-Form (unten)
Allgemeines
Name Fenpropidin
Andere Namen
  • (RS)-1-[3-(4-tert-Butylphenyl)-2-methylpropyl]piperidin (IUPAC)
  • (±)-1-[3-(4-tert-Butylphenyl)-2-methylpropyl]piperidin
  • (RS)-1-[3-[4-(1,1-Dimethylethyl)phenyl]-2-methylpropyl]piperidin
  • (±)-1-[3-[4-(1,1-Dimethylethyl)phenyl]-2-methylpropyl]piperidin
Summenformel C19H31N
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 67306-00-7
EG-Nummer (Listennummer) 614-049-6
ECHA-InfoCard 100.116.750
PubChem 91694
ChemSpider 82797
DrugBank DB12728
Wikidata Q64825
Eigenschaften
Molare Masse 273,46 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

0,92 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−64,8 °C[1]

Siedepunkt
  • 100 °C bei <0,001 hPa[2]
  • 243 °C (Zersetzung)[1]
Dampfdruck

17 mPa (25 °C)[1]

Löslichkeit
  • sehr wenig löslich in Wasser (530 mg·l−1 bei 25 °C)[3]
  • löslich in Heptan, Xylol, Aceton und Ethylacetat[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302312319
P: 280305+351+338[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Fenpropidin kann durch Reaktion von p-tert-Butylbenzaldehyd mit Propionaldehyd, Piperidin und Wasserstoff gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Fenpropidin ist eine gelbliche Flüssigkeit, die sehr wenig löslich in Wasser ist.[2] Die Verbindung ist stabil gegenüber Hydrolyse und UV-Licht.[3]

Verwendung

Das 1986 auf den Markt gebrachte Fenpropidin wird als Fungizid hauptsächlich bei Getreide verwendet. In Kombination mit Difenoconazol wird es auch bei Zucker- und Futterrüben zur Bekämpfung von Blattkrankheiten eingesetzt.[5] Die Wirkung beruht (ähnlich der der Morpholine) auf der Hemmung der Ergosterol-Biosynthese.[3]

Zulassung

Fenpropidin ist ein in den Ländern der Europäischen Union seit Januar 2009 für Anwendungen als Fungizid zulässiger Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln.[6] In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Literatur

  • EU: Review of the existing maximum residue levels (MRLs) for fenpropidin according to Article 12 of Regulation (EC) No 396/2005. In: EFSA Journal. 9, 2011, S. 2333, doi:10.2903/j.efsa.2011.2333.

Einzelnachweise

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