Fensterband (Architektur)
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Ein Fensterband bezeichnet in der Architektur eine Reihe mehrerer unmittelbar nebeneinander liegender Fenster.[1]

Beschreibung
Die bandartig streng aneinandergereihte Fenster sind nur durch Rahmen, Pfosten oder schmale Blindfenster unterbrochen. Die einzelnen Fenster sind dabei in serieller Art gleich gestaltet, können aber rhythmisch in ihrer Breite sowie im Wechsel von Festverglasungen und Öffnungsflügeln variieren.[2]
In der Regel verlaufen Fensterbänder horizontal, doch gibt es ebenso senkrechte Fensterbänder, beispielsweise im Bereich von Treppenhäusern.
Fensterbänder wurden innerhalb der Architekturgeschichte erstmals von Architekten der Klassischen Moderne verwendet. Die eigentliche Tragstruktur des Gebäudes tritt in den Hintergrund, ist also innen liegend, kann aber durch das laufende Fensterband sichtbar in der Fenstereinteilung integriert sein. Die Stütze befindet sich dann hinter einem geschlossenen Fensterteil.[3]
Galerie
- Doppelhaus in der Weißenhofsiedlung, Stuttgart (Le Corbusier und Pierre Jeanneret, fertiggestellt 1927, Foto 2007)
- Fensterband an der Römerstadtschule, Frankfurt am Main (1969)
- Kurzes Fensterband eines Wohngebäudes in Wuppertal, Wohnquartier Zoo
- Drei durch Stützen getrennte Fensterbänder am Musikgymnasium Schloss Belvedere, Weimar (1996 fertiggestellt)
- Bibliothek der Fachhochschule Eberswalde (Herzog & de Meuron, fertiggestellt 1998)
- Renesas European Business Operations Centre, Düsseldorf
- Senkrechte Fensterbänder (Bezirksrathaus in Budapest)
Literatur
- Dirk Dosenhagen: Büro- und Geschäftsfassaden der 50er Jahre. Konservatorische Probleme am Beispiel West-Berlin. Dissertation. Band 1. Berlin 2004, S. 17–21, 123–145 (tu-berlin.de [PDF; 13,7 MB]).
Weblinks
- Fensterband. In: Archipendium. Kaiser Klumpp Peters Wormuth, archiviert vom am 23. September 2017.
- Fensterband. In: Baunetz Wissen. Heinze.