Ferdinand Kleemann
deutscher Unternehmer und Erfinder
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Ferdinand Carl Kleemann (* 4. Dezember 1820 in Stuttgart; † 23. August 1878 in Neuenbürg) war ein deutscher Firmengründer und Erfinder.

Leben
Ferdinand Carl Kleemann, 1820 geboren, gründete 1848 eine kleine Feilenhauerei in Stuttgart. 1857 erwarb er in der Gemeinde Obertürkheim ein Stück Land. Er errichtete das erste und somit das älteste Unternehmen in Obertürkheim.
Eine Wasserkraft wurde gekauft, zum Betrieb der Feilenhauerei wurde der Uhlbach oberhalb des Grundstückes zu einem See gestaut und in einer Rinne – teils im Boden, teils auf Freipfosten – auf das Wasserrad geleitet. Da die Erträge für seine Familie mit zwölf Kindern nicht ausreichten, fing er an, landwirtschaftliche Maschinen herzustellen. Für fabrizierte Futterschneidemaschinen erhielt er ein Deutsches Reichspatent.
Nach der Aufnahme des ältesten Sohnes Ferdinand als Teilhaber wurde die Firma unter dem Namen Ferd. Kleemann und Sohn, Obertürkheim, Maschinenfabrik, Eisen- und Gelbgießerei weitergeführt. 1860 war Ferdinand Kleemann Kommandant der Obertürkheimer Feuerwehr. Die Kriege 1866 und 1870/71 überstand die Firma überstanden. 1878 starb der Gründer Ferdinand Carl Kleemann auf dem Bahnhof Neuenbürg an einem Herzschlag.
Patente
1865 ließ er sich einen Schaltmechanismus für Strohschneidstühle patentieren,[1] 1867 eine lithografische Schnellpresse.[2] 1875 folgte ein Patent für einen Sicherheitsverschluss an Pumpbrunnen.[3]
Kleemann GmbH
- Belegschaft um 1870
- Kleemann-Gerät im Deutschen Straßenmuseum
- Kleemann-Gerät im Kibbutz Shamir, Israel
Sonstiges
Die ehemalige Villa Kleemann in der Uhlbacher Str. 34 in Obertürkheim gilt heute als Kulturdenkmal.[4] Auch ein Splitterschutzbunker in der Ailenbergstraße in Obertürkheim, den einer der Nachkommen Ferdinand Kleemanns wohl im Zweiten Weltkrieg errichten ließ, wurde in die Liste der Kulturdenkmale Baden-Württembergs aufgenommen.[5]