Fernanda Tovar
mexikanische Filmregisseurin und Drehbuchautorin
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Fernanda Tovar (* 1991 in Mexiko-Stadt) ist eine mexikanische Filmregisseurin und Drehbuchautorin.[1][2] Ihr Film Chicas tristes (Sad Girlz) feierte bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2026 Weltpremiere.[3][4]
Leben
Tovar studierte Filmregie am Centro de Capacitación Cinematográfica (CCC), absolvierte 2011 einen Kurs an der University of Southern California (School of Cinematic Arts) und schloss 2018 einen Master in Filmregie an der Escola Superior de Cinema i Audiovisuals de Catalunya (ESCAC) ab.[5] Als FONCA-Stipendiatin entwickelte sie das Drehbuch zu Una chica triste unter der Mentorenschaft von Lucía Carreras und Ernesto Contreras.[5] Im Jahr 2020 wurde sie zu Berlinale Talents in Guadalajara eingeladen und später zur ersten Ausgabe von Talents Latinoamérica: Memorias de un territorio.[5] Sie ist Mitglied des Filmkollektivs Colectivo Colmena, das sie in Mexiko-Stadt mitbegründete.[1][2] Zudem verantwortete sie die sechsteilige Dokureihe Trans*formar: metáforas de lo (im)posible für Canal 14 über Trans-Identitäten in Mexiko.[6]
Wirken
Mit dem Kurzfilm Mi edad, la tuya y la edad del mundo (2021) war sie beim Morelia Film Festival vertreten, wo der Film eine lobende Erwähnung der Jury erhielt, und wurde anschließend im Rahmen einer FICM-Einladung bei der Semaine de la Critique in Cannes gezeigt.[7] Es folgten die Kurzfilme El fuego que hemos construido (2023) und Quiero estrellarme en seco contra el parabrisas del amor (2024), letzterer mit Premiere beim Tribeca Film Festival.[8][2] Ihr Spielfilmdebüt Chicas tristes (Sad Girlz, 2026) begleitet zwei enge Freundinnen aus einem Schwimmteam, deren Verbundenheit nach einem Vorfall auf einer Fete auf eine harte Probe gestellt wird.[8][1] Der 90-minütige Adoleszenzfilm lief in der Sektion Generation 14plus der Berlinale als Weltpremiere.[3] Die Berlinale hob das Werk als „furchtlos zartes“ Debüt hervor; der Film beleuchtet Einvernehmlichkeit und Freundschaft und ist eine Koproduktion zwischen Mexiko, Spanien und Frankreich.[9][4] Der Film erhielt den Gläsernen Bären der Jugendjury und den Großen Preis der Internationalen Jury für den Besten Film in der Sektion Generation 14plus. Die Jurys lobten jeweils die tiefen Gefühle von Freundschaft und Liebe, die in dem Werk Ausdruck finden.[10]
Weblinks
- Fernanda Tovar bei IMDb