Fernande Le Gris

französische Künstlerin der Art brut From Wikipedia, the free encyclopedia

Fernande Marie Therese Blanche Le Gris (* 6. Juni 1922 in Deauville; † 14. Mai 2018 in Sauveterre-de-Béarn) war eine französische Künstlerin der Art brut.

Leben und Werk

Fernande Le Gris wurde am 6. Juni 1922 in Deauville geboren.[1] Als sie 15 Jahre alt war, verließ sie ihr Elternhaus und arbeitete in unterschiedlichen Berufen. Sie war Kassenverwalterin, Rezeptionistin in einem großen Hotel in Paris und arbeitete als Lehrerin. Später arbeitete sie in der Nähe von Paris als Buchhaltungsassistentin. In ihrer Freizeit besuchte sie Weiterbildungskurse und sie reiste gerne. Aufgrund von gesundheitlichen Problemen wurde sie mehrfach operiert. Ihr Lebensgefährte starb, als sie 42 Jahre alt war und sie begann vorwiegend nachts zu malen und Bildhauerei zu betreiben.[2]

Dabei schuf Fernande Le Gris abstrakte und figurative Werke. Einige Werke besaßen einen religiösen Charakter. Ihre Zeichnungen fertigte sie mit Farbstift, Kugelschreiber und Farbe. Dies langsam und akribisch. Sie malte kleine Kreise, die wie „gestrickt“ wirken. In ihren Werken waren Gesichter ein wiederkehrendes Motiv. Diese wirkten meist ausdruckslos, manchmal mit geometrischen Abstraktionen.[2]

Sie zog Ende der 1980er Jahre ins Baskenland. Ihre Arbeiten, die nach diesem Umzug entstanden, spiegelten die ruhige Atmosphäre der Region.[2] Fernande Le Gris starb am 14. Mai 2018 in Sauveterre-de-Béarn.

Ihre Werke wurden in die Dauerausstellung der Collection de l’Art Brut in Lausanne aufgenommen[2] und werden dort ausgestellt. Zuletzt in der Ausstellung „Visages“ 2024.[3]

Einzelnachweise

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