Fernmeldeaufklärungszentrale Nord

militärische Dienststelle der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fernmeldeaufklärungszentrale Nord (FmAufklZentr Nord) ist eine am 1. April 2023 aufgestellte militärische Dienststelle der Bundeswehr im Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum. Standort ist Stadum in der Südtondern-Kaserne. Sie untersteht dem Kommando Aufklärung und Wirkung in Daun. Die Zentrale beschäftigt ca. 470 Soldaten und zivile Angehörige der Bundeswehr.

Aufstellung1. April 2023
StaatDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum
Schnelle Fakten Aufstellung, Staat ...

Fernmeldeaufklärungszentrale Nord
— FmAufklZentr Nord —

Wappen

Wappen
Aufstellung 1. April 2023
Staat Deutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum
Stärke ca. 470
Unterstellung Kommando Strategische Aufklärung Kommando Aufklärung und Wirkung
Standort Wappen Stadum Stadum
Südtondern-Kaserne
Website FmAufklZentr NORD
Leitung
Leiter Oberstleutnant Lars Teichmann
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Auftrag

Die Fernmeldeaufklärungszentrale Nord hat den Auftrag der ortsfesten signalerfassenden Aufklärung, indem sie elektromagnetische Ausstrahlungen erfasst.

Aufklärungsanlagen

Funksende/-empfangsstelle Bramstedtlund („Kastagnette“)

Eine der „Kastagnette“ ähnliche Anlage in Gablingen.

Die Zentrale betreibt die Funksende/-empfangsstelle Bramstedtlund (FuS/ESt Bramstedtlund). Das Aufklärungsgebiet reicht vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer. Der äußere Durchmesser der kreisrunden Wullenwever-Antenne beträgt 450 Meter und die Kosten sollen ca. 200 Mio. DM betragen haben.[1][2] Der Bau der Anlage war im Jahr 1980 entschieden worden. Dazu wurden ca. 100 ha Land angekauft.[1] Auftragnehmer war die heutige EADS, damals DASA. Am 15. März 1995 wurde der Erfassungsbetrieb in der „Kastagnette“ Bramstedtlund aufgenommen und am 31. Juli 1995 die Hochfrequenz-Erfassung im „Twedter Feld“ eingestellt. Die Peilfähigkeit der HF-Anlage in Bramstedtlund war am 15. Dezember 1995 hergestellt. Vier Tage später nahm die „Peilzentrale“ in Bramstedtlund ihren Betrieb auf. Die „Kastagnette“ wurde am 28. März 1996 an die damalige Betreiber-Dienststelle Marinefernmeldesektor 71 übergeben. Die offizielle Übergabe erfolgte jedoch am 28. November 1996.[3][4] Bis Ende 2023 wurde Kastagnette vom Bataillon Elektronische Kampfführung 911 bzw. dessen Vorgängern betrieben.

Geschichte

Die Fernmeldeaufklärungszentrale Nord wurde im Zuge der Reform des Organisationsbereichs Cyber- und Informationsraum CIR 2.0 aufgestellt. Dabei wurden die ortsfesten und mobilen Anteile der fernmeldeelektronischen Aufklärung organisatorisch getrennt. Die ortsfesten Anteile wurden aus den Bataillonen Elektronische Kampfführung 911 in Stadum und 931 in Daun ausgegliedert und in die neuen Fernmeldeaufklärungszentralen Nord bzw. Süd überführt.

Dienststellenleiter

Weitere Informationen Nr., Dienstgrad ...
Nr. Dienstgrad Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
1 Oberstleutnant Lars Teichmann 1. Apr. 2023
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Literatur

  • Kommando Aufklärung und Wirkung. In: cpm forum. CIR 2.0 – Von der Idee zur Dimension, 2022, S. 27 (bundeswehr.de [PDF]).

Einzelnachweise

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