Feuerwehrmuseum Tokio
Museum in Japan
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Das Feuerwehrmuseum Tokio (japanisch 消防博物館) ist ein Feuerwehrmuseum in Tokio in Japan.

Lage
Das Museum befindet sich im Stadtteil Yotsuya des Bezirks Shinjuku im Gebäude der Feuerwache Yotsuya der Feuerwehr Tokio. Die Adresse lautet 3-10, Yotsuya, Shinjuku-ku, Tokyo-to, 160-0004.
Von der Marunouchi-Linie der Tokioter U-Bahn besteht ein direkter Zugang zum Untergeschoss des Museums. Der Haupteingang befindet sich im Erdgeschoss.
Ausstellung und Geschichte
Das Museum wurde am 3. Dezember 1992 eröffnet. Es zeigt auf mehreren Etagen Ausstellungen zum Thema Feuerwehr, Brand- und Katastrophenschutz. Am 19. Dezember 2020 wurde der fünfmillionste Besucher seit Eröffnung des Museums begrüßt.[1]
Zum Museum gehören mehr als 12.000 Materialien. Darunter historische Fahrzeuge der Feuerwehr, Ausrüstungsgegenstände, Bekleidung, Pumpen aber auch Bücher und Dokumente.

Im Untergeschoss sind sieben historische Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt, die von der Taisho- bis zur Heisei-Zeit (1910er bis 2010er Jahre) in Tokio im Einsatz waren. Die Fahrzeuge stammen zum größten Teil aus ausländischer Produktion aus den USA, Frankreich bzw. Deutschland.[2] Anhand der Fahrzeuge wird die Entwicklung der Fahrzeugtechnik in diesem Zeitraum dargestellt. In dem Geschoss ist auch der Museumsshop untergebracht.

Blickfang im Erdgeschoss ist ein Feuerwehrhubschrauber, der von den 1960er Jahren bis 1982 im Einsatz war. Im Erdgeschoss befindet sich auch ein Vorführraum für themenbezogene Videos und Animationen.
Während das erste Obergeschoss nicht als Ausstellungsfläche genutzt wird, da sich hier die Feuerwache Yotsuya befindet, finden im zweiten Obergeschoss (3. Stock) Ausstellungen und Vorführungen zur Brandbekämpfung und Ersten Hilfe statt.
Das 4. Stockwerk ist der geschichtlichen Entwicklung der Brandbekämpfung von der Meiji- bis zur frühen Showa-Zeit (Ende des 19. bis Ende des 20. Jahrhunderts) auch anhand der Entwicklung der Bekleidung der Feuerwehrleute, gewidmet. Im 5. Stockwerk werden die Anfänge des Feuerlöschwesens in der Edo-Zeit (ab dem 17. Jahrhundert) thematisiert. Aufgrund der räumlichen Anordnung können Besucher chronologisch von oben nach unten durch die Ausstellungen gehen.
Im 5. Stock befindet sich eine Außenterrasse, auf der ein weiterer Hubschrauber steht.[3]
Die Flächen im 6. Stockwerk werden für Sonderausstellungen genutzt, in der 7. Etage befindet sich eine Fachbibliothek und im 10. Geschoss eine Lounge mit Aussichtsmöglichkeit auf die Umgebung.[4]