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Figueira (Paraná)

Gemeinde im Bundesstaat Paraná, Brasilien From Wikipedia, the free encyclopedia

Figueira ist ein brasilianisches Munizip im Norden des Bundesstaats Paraná. Es hat 8.062 Einwohner (2022), die sich Figueirenser nennen. Seine Fläche beträgt 130 km². Es liegt 586 Meter über dem Meeresspiegel.

Gründung1. Februar 1983Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Schnelle Fakten Município de Figueira, Symbole ...
Município de Figueira
Figueira
Figueira (Brasilien)
Figueira (Brasilien)
Figueira
Koordinaten 23° 51′ S, 50° 24′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Paraná
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 1. Februar 1983Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Paraná
Região intermediária Londrina
Região imediata Ibaiti
Mesoregion Norte Pioneiro Paranaense
Mikroregion Ibaiti
Höhe 586 m
Klima gemäßigt warm (Cfa)
Fläche 130 km²
Einwohner 8062 (Volkszählung 2022)
Dichte 62 Ew./km²
Gemeindecode IBGE: 4107751
Politik
Stadtpräfekt José Carlos Contiero (2021–2024)
Partei PSL
HDI 0,677 (mittel) (2010)
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Etymologie

Das Dorf wurde bei seiner Entstehung in den 1920er Jahren nach den hier häufigen Feigenbäumen Figueira genannt.[1]

Geschichte

Bodenschätze

Das Gebiet, in dem sich die Gemeinde Figueira befindet, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Sertanisten Joaquim Francisco Lopes auf Wunsch von João da Silva Machado – Baron von Antonina – gerodet. Es profitierte von der alten Straße, die die Militärkolonie Jataí (heute: Jataizinho) mit Curitiba verband und an der mehrere Siedlungen entstanden.

Die ersten Einwohner kamen um 1922 in Figueira an. Es waren Goldsucher, angezogen von der Kunde von Goldvorkommen in den Diamantlagerstätten von Tibagi. Sie ließen sich in der Nähe der Flüsse Rio do Peixe und Rio Figueirinha nieder. Ab 1925 wurden Steinkohlevorkommen erschlossen. Im Jahr 1926 begannen sie mit kleinen Anpflanzungen und es entstand ein kleines Dorf.

Dieses Dorf wurde zum Anziehungspunkt, weil viele Diamanten gefunden wurden. Da es keine gesetzlichen Beschränkungen gab, beuteten die ersten Menschen die Diamanten wild aus und machten ihre eigenen Gesetze. Viele wurden getötet und ausgeraubt. Die ersten Einwohner kamen aus dem Norden: Baianos, Alagoanos, Pernambucanos, Sergipanos usw.

Der erste große Diamant wurde von Elias Lacerda gefunden, der ihn zu einem guten Preis verkaufen konnte.

Am 20. Januar 1949 wurde Figueira Teil von Curiúva. Am 6. August 1979 wurde es in die Kategorie eines Distrikts von Curiúva erhoben.[1][2]

Wirtschaftliche Entwicklung

Figueira wurde hauptsächlich durch den Abbau von Steinkohle, den Anbau von Mais und Zuckerrohr sowie die Gewinnung von Brennholz besiedelt. Ab Ende der 1980er Jahre wich der Pflanzenabbau der Forstwirtschaft mit Aufforstung zur Gewinnung von Brenn- und Nutzholz. Seit der Jahrtausendwende hat der sekundäre Sektor an Bedeutung gewonnen.[2]

Eisenbahn

In den 1920er Jahren wurde mit dem Bau der Nebenbahn Barra Bonita und Rio do Peixe begonnen, die an der Station Wenceslau Braz der Paranapanema-Zweigbahn abzweigte, um nach Barra Bonita (Ibaiti) die Kohleminen in der Region Figueira und Cambuí (im heutigen Munizip Figueira) zu erreichen. Nachdem sie 1925 Barra Bonita erreicht hatte, kam sie erst 23 Jahre später, 1948, bis Cambuí, wo der Bahnhof Lysimaco Costa nahe dem heutigen Stadtgebiet von Figueira gebaut wurde. Hier befanden sich die größten Kohleminen der Region. Trotz alledem wurde die Strecke 1969 stillgelegt. Offiziell wurde sie 1975 von der RFFSA geschlossen.[3]

Kohlekraftwerk

Ab den 1950er Jahren wurde das Kohlekraftwerk Usina Termelétrica de Figueira gebaut und 1963 in Betrieb genommen. Es ist das einzige Kohlekraftwerk in Paraná. Hier wird die Steinkohle aus dem Hauptkohlerevier des Staates verfeuert.

Erhebung zum Munizip

Figueira wurde durch das Staatsgesetz Nr. 7570 vom 20. April 1982 aus Curiúva ausgegliedert und in den Rang eines Munizips erhoben. Es wurde am 1. Februar 1983 als Munizip installiert.[1]

Geografie

Fläche und Lage

Figueira liegt auf dem Segundo Planalto Paranaense (der Zweiten oder Ponta-Grossa-Hochebene von Paraná).[4] Seine Fläche beträgt 130 km².[5] Es liegt auf einer Höhe von 586 Metern.[6]

Vegetation

Das Biom von Figueira ist Mata Atlântica.[5]

Klima

Das Klima ist gemäßigt warm. Es werden hohe Niederschlagsmengen verzeichnet (1508 mm pro Jahr). Die Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger lautet Cfa. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei 20,4 °C.[7]

Gewässer

Figueira liegt im Einzugsgebiet des Rio das Cinzas. Dessen linker Nebenfluss Rio Laranjinha bildet die östliche Grenze des Munizips zu Ibaiti. Entlang der westlichen Grenze fließt der Rio das Pedras und mündet am nordwestlichen Zipfel des Munizipgebiets in den Rio Laranjinha.

Straßen

Figueira ist über die PR-160 mit Curiuva im Süden verbunden. Über die PRC-272 kommt man im Osten nach Ibaiti.

Nachbarmunizipien

Sapopema Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ibaiti
Curiúva

Stadtverwaltung

Bürgermeister: José Carlos Contiero, PSL (2021–2024)

Vizebürgermeister: André Luiz de Godoi, PSL (2021–2024)[8]

Demografie

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Stadt Land
1991 9.585 75 % 25 %
2000 9.038 85 % 15 %
2010 8.293 86 % 14 %
2022 8.062
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Quelle: IBGE (2011)[9] und Volkszählung 2022

Ethnische Zusammensetzung

Weitere Informationen Gruppe *, wer sich als … ...
Gruppe * 1991 2000 2010 wer sich als …
Weiße 76,3 % 62,3 % 65,6 % weiß bezeichnet
Schwarze 2,2 % 1,8 % 2,7 % schwarz bezeichnet
Gelbe 0,4 % 0,8 % 0,5 % von fernöstlicher Herkunft wie japanisch, chinesisch, koreanisch etc. bezeichnet
Braune 20,9 % 34,8 % 31,1 % braun oder als Mischung aus mehreren Gruppen bezeichnet
Indigene 0,0 % 0,1 % 0,0 % Ureinwohner oder Indio bezeichnet
ohne Angabe 0,1 % 0,1 % 0,0 %
Gesamt 100,0 % 100,0 % 100,0 %
*) Das IBGE verwendet für Volkszählungen ausschließlich diese fünf Gruppen. Es verzichtet bewusst auf Erläuterungen. Die Zugehörigkeit wird vom Einwohner selbst festgelegt.[10]
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Quelle: IBGE (Stand: 1991, 2000 und 2010)[11]

Commons: Figueira – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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