Fildrich

Nebenfluss der Kirel From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Fildrich (früher Filderich) ist ein 16,1 Kilometer langer linker Nebenfluss des Chirel in der Gemeinde Diemtigen im Schweizer Kanton Bern. Er durchfliesst das Diemtigtal, ein Seitental des Simmentals im Berner Oberland, und entwässert dabei ein Gebiet von 86,7 Quadratkilometern.

Schnelle Fakten
Fildrich
Wasserbrücke (gebaut 1986) über den Fildrich bei Zwischenflüh

Wasserbrücke (gebaut 1986) über den Fildrich bei Zwischenflüh

Daten
Gewässerkennzahl CH: 472
Lage Berner Oberland

Schweiz Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Chirel Simme Kander Aare Rhein Nordsee
Zusammenfluss von zwei Quellbächen an der Männliflue
46° 32′ 45″ N,  32′ 33″ O
Quellhöhe 1910 m ü. M.[1]
Mündung bei Horboden
46° 37′ 51″ N,  33′ 37″ O
Mündungshöhe ca. 817 m ü. M.[1]
Höhenunterschied ca. 1093 m
Sohlgefälle ca. 68 
Länge 16,1 km[2] (ohne Quellbäche)
Einzugsgebiet 86,77 km²[3]
Abfluss am Pegel Diemtigen, Riedli[4]
AEo: 77 km²
NNQ (2016)
MNQ 2007–2016
MQ 2007–2016
Mq 2007–2016
MHQ 2007–2016
HHQ (2015)
470 l/s
1,54 m³/s
2,37 m³/s
30,8 l/(s km²)
2,82 m³/s
30,69 m³/s
Linke Nebenflüsse Senggibach, Narrenbach
Rechte Nebenflüsse Gurbsbach
Gemeinden Diemtigen
Fildrich (Kanton Bern)
Fildrich (Kanton Bern)
Quelle
Mündung
Kanton Bern
Quelle und Mündung des Fildrich
Flussmündung in den Chirel bei Horboden

Flussmündung in den Chirel bei Horboden

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Geographie

Verlauf

Der Fildrich entsteht auf 1910 m ü. M. durch den Zusammenfluss zweier Quellbäche an der Männliflue (2652 m ü. M.) im Regionalen Naturpark Diemtigtal und durchfliesst den Park hauptsächlich in nordöstliche Richtung. Er passiert die Ortschaften Grimmialp, Schwenden und Zwischenflüh, nimmt die Zuflüsse Senggibach, Gurbsbach und Narrenbach auf, und mündet bei Horboden von links in den kürzeren Chirel.

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet des Fildrichs misst 86,77 km², davon sind 45,8 % Landwirtschaftsfläche, 31,8 % bestockte Fläche, 21 % unproduktive Fläche, 1,2 % Siedlungsfläche sowie 0,2 % Gewässerfläche.[3]

Der höchste Punkt des Einzugsgebiets wird mit 2647 m ü. M. an der Männliflue erreicht, die durchschnittliche Höhe beträgt 1656 m ü. M. und der mittlere Jahresniederschlag liegt am Oberlauf bei 1760,005 mm, am Mittellauf bei 1707,467 mm und am Unterlauf bei 1680,162 mm.[3][1]

Anteil am Einzugsgebiet haben neben der Anrainergemeinde Diemtigen die Gemeinden Boltigen, Därstetten, Erlenbach im Simmental, Oberwil im Simmental und Zweisimmen. Winzige Gebiete liegen in den Gemeinden Adelboden, Frutigen und St. Stephan.[1]

Zuflüsse

  • Gsurgrabe (rechts)
  • Mittelbergbach (rechts)
  • Raufligraben (links)
  • Chirgeligrabe (rechts)
  • Senggibach (links)
  • Oberemattegräbli (links)
  • Gurbsbach (rechts)
  • Channebach (rechts)
  • Inner Balmigrabe (rechts)
  • Üsser Balmigrabe (rechts)
  • Schurzgrabe (links)
  • Ringgrabe (links)
  • Narebach (links)
  • Fuchsallmigräbli (rechts)
  • Gandgrabe (links)
  • Allmigraben (rechts)
  • Allmiriedgräbli (rechts)
  • Lischegrabe (rechts)
  • Bachegggrabe (links)
  • Dähligrabe (links)
  • Minnigslochgrabe (links)

Hydrologie

Hydrologischer Hauptstrang

Direkter Vergleich der beiden Oberläufe am Zusammenfluss:

Weitere Informationen Name, Länge [in km] ...
Name Länge

[in km]

EZG

[in km²]

MQ

[in m³/s]

Chirel[5] 08,0 28,61 0,88
Fildrich[6] 17,4 86,77 2,54
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Der längere Fildrich hat auch des grössere Einzugssystem und ist wasserreicher. Er ist somit der hydrologische Hauptstrang des Flusssystems Chirel. Die Gesamtlänge des Strangs Chirel-Fildrich beträgt 21,3 km.

Abflusswerte

An der Mündung des Fildrichs in den Chirel beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,54 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin[7], und seine Abflussvariabilität[8] beträgt 18.

Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Fildrichs in m³/s[6]

Einzelnachweise

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