Filialkirche Markt Allhau
Kirchengebäude in Markt Allhau
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Die römisch-katholische Filialkirche Markt Allhau steht in der Marktgemeinde Markt Allhau im Bezirk Oberwart im Burgenland. Die der heiligen Lucia von Syrakus geweihte Filialkirche der Pfarrkirche Wolfau gehört zum Dekanat Pinkafeld in der Diözese Eisenstadt. Das Kirchengebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Geschichte
Die im Mittelalter gegründete Pfarre wurde in der Reformationszeit aufgelassen. Die aus dem Jahr 1776 stammende Kirche wurde wegen Baufälligkeit 1957 demoliert. An ihrer Stelle wurde in den Jahren 1957 bis 1963 nach den Plänen des Architekten Ladislaus Hruska eine neue Kirche mit freistehendem Kirchturm erbaut, die ihre Ähnlichkeit mit der zeitgleich vom selben Architekten errichtete Pfarrkirche Stoob nicht leugnen kann.[1]
Architektur
- Kirchenäußeres
Die Filialkirche liegt im westlichen Ortsteil zentrumsnah an der Schulgasse.
Das Kirchengebäude ist genordet und steht auf einem rechteckigen Grundriss. Das hohe Hauptgebäude ist von einem flachen Satteldach gedeckt. Das niedrigere, westseitige Nebengebäude wird als Sakristei und Besprechungsraum genutzt. Der Anbau ist pultdachgedeckt. Rundbogenmotive dominieren, insbesondere im Bereich der Fenster den Kirchenbau innen und außen. Die gerahmten Rundbogenfenster in Drillingsform dominieren die Außenwände der Gebäude im Erdgeschoßbereich und einfach gehaltene, schmale, gerahmte Rundbogenfenster den Obergadebereich des Hauptgebäudes. Die beiden seitlichen Chorwände werden je durch einen Fensterverbund aus fünf schmalen, hochrechteckigen, gerahmten Rundbogenfenstern durchbrochen. Der Südfassade ist ein überdachter, dreiseitig über Rundbogenarkaden geöffneter Portalvorbau vorgestellt.[1]
Vor der Südfassade, nahe der Straße, steht ein freistehender, aus drei hohen, am oberen Ende verbundenen, schlanken Betonpfeilern bestehender Glockenturm.[1]
- Kircheninneres
Der Innenraum der Kirche hat eine flache Tramdecke. Die Südempore ist vorgewölbt über dem Eingangsbereich.
Der Chor ist überhöht und eingezogen und wird durch einen rundbogigen Triumphbogen vom Kirchenschiff getrennt.[1]
Ausstattung
Die Inneneinrichtung wurde von der alten Kirche übernommen und restauriert. Der barocke Hochaltar hat einen reich verzierten Rahmen und das Altarbild zeigt Kruzifixus als Retter der Seelen. Die ehemalige Kanzel dient jetzt als Ambo. Die neuen Kirchenbänke mit alten Wangen mit Zopfornamentik aus 1780 vom Tischler Georg Müller war davor Teil der Domkirche Eisenstadt. Die Skulptur Schöne Madonna ist vom Bildhauer J. Wiegele aus 1967.
Die Orgel mit fünf Registern aus dem Jahr 1791[2] baute Johannes Beber. 1794 sie von der Klosterkirche Sankt Johann bei Herberstein hierher überstellt.[3]
Weblinks
Literatur
- Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Burgenland 1976. Markt Allhau, Filialkirche hl. Lucia, Seite 186.
- Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 318–320.