Filialkirche Neustift an der Lafnitz

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Die römisch-katholische Filialkirche Neustift an der Lafnitz steht in der Marktgemeinde Neustift an der Lafnitz im Bezirk Oberwart im Burgenland (Österreich). Die dem Patrozinium Heiliges Kreuz unterstellte Filialkirche gehört zur Pfarre Grafenschachen im Dekanat Pinkafeld in der Diözese Eisenstadt.

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Lagebeschreibung

Der moderne Kirchenbau liegt in der Ortsmitte im nordwestlichen Kreuzungsbereich der Hauptstraße mit der Kirchengasse[1], gegenüber vom Gemeindeamt.

Geschichte

Bis 1674 dürfte Neustift an der Lafnitz seelsorgerisch vom Stift Vorau mitbetreut worden sein. 1674 wird Neustift als Filiale der Pfarre Kitzladen erwähnt. Zur Pfarre Kitzladen gehörten die Filialen Grafenschachen, Buchschachen, Loipersdorf und Neustift an der Lafnitz. Betreut wurden sie vom Zisterzienserpater Cuno Fogt aus Trier. 1804 dürfte bereits eine Kapelle in Neustift bestanden haben. Die um 1860 erbaute Filialkapelle zum Heiligen Kreuz wurde Anfang der 2000er Jahre wegen des Bevölkerungswachstums zu klein. Aus diesem Grund wurde von der Gemeinde ein neues Kirchengebäude in Auftrag gegeben. Diese wurde durch das Grazer Architekturbüro Rudolf & Vier Partner GmbH unter der Leitung der Architektin Jacqueline Walcher geplant und in den Jahren 2010 bis 2013 gebaut. Die Gesamtkosten (inklusive des Neubaus des Kriegerdenkmals und der Anschaffung einer neuen Glocke) beliefen sich auf 400.000 Euro. Nach Errichtung des Neubaus wurde das alte, baufällige Gotteshaus abgetragen. Am 16. Juni 2013 wurde die Kirche von Bischof Ägidius Zsifkovics eingeweiht.[1][2]

Baubeschreibung

Kirchenäußeres

Der Kirchenbau hat die Grundrissform eines West-Ost gestreckten beliebigen Viereckes mit einem sowohl nach Westen als auch nach Süden hin der Höhe nach abfallenden Baukörper unter einem entsprechenden Pultdach. Dem südseitigen, breiten, verglasten Haupteingang ist in gleicher Höhe mit ein wenig Abstand fast über die gesamte Kirchenlänge eine breite, überdachte, durch schmale Pfeiler gestützte Pergola vorgestellt, die die straßenseitigen, befestigten Zugänge aufnimmt. Ein aus zwei hochrechteckigen Betonplatten bestehender, schlanker Glockenturm auf einem quadratischen Grundriss mit Glockengeschoß an der Spitze ist dem Gebäude östlich der Pergola chorseitig vorgestellt. Die Schallfenster in der Glockenstube haben die Form einer stilisierten Arkade mit einer Glocke, überdacht von einem Dreiecksgiebel.[1][3]

Kircheninneres

Der schlichte, glatt verputzte Saal über einem rechteckigen Grundriss hat einen geraden Chorabschluss. Der Altarraum ist gegenüber des Kirchenschiffs leicht erhöht und wird durch eine offene Holzbalkendecke nach oben hin abgeschlossen. In der Altarwand öffnet sich ein hohes Fenster in der Form eines Lateinischen Kreuzes, das gelb und weiß verglast ist. Der westliche Nebeneingang erschließt die dahinterliegenden Nebenräume im Erdgeschoß, wie die Sakristei und die Sanitäranlage. Die darüber befindliche Empore wird durch eine Treppe vom Kirchenraum her erschlossen.[1][3]

Ausstattung

Das alte Altarbild mit der Kreuzigungsgruppe ist heute an der dem Portikus gegenüberliegenden Längswand installiert. Auch eine Marienstatue und eine Glocke wurden von der alten Kapelle übernommen. Der schlichte, freistehende Altartisch mit einem Relief des letzten Abendmahls und der Kreuzweg, geschaffen vom Bildhauer Thomas Resetarits aus Wörterberg, wurden aus dem aufgelassenen Burgenländischen Priesterseminar hierher übertragen. Eine zweite Glocke wurde für den Neubau hinzugekauft und am Tag der Kirchweih ebenfalls eingeweiht.[3]

Literatur

  • Helmut Prinke: Kirchenbau im Burgenland. 1921–2016. Im Rahmen der Reihe: Architekturentwicklung des Landes Burgenland ab 1921, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Eisenstadt 2019, ISBN 978-3-85405-237-1, S. 327–329.

Einzelnachweise

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