Finger-Kuhschelle
Art der Gattung Kuhschellen (Pulsatilla)
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Die Finger-Kuhschelle oder Stern-Kuhschelle (Pulsatilla patens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kuhschellen (Pulsatilla) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
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Finger-Kuhschelle (Pulsatilla patens) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pulsatilla patens | ||||||||||||
| (L.) Mill. |
Beschreibung


Vegetative Merkmale
Die Finger-Kuhschelle ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 35 Zentimetern erreicht.
Die grundständigen Laubblätter sind handförmig zusammengesetzt, die Blättchen gelappt. Die Grundblätter sind dreizählig, die Blättchen dreiteilig.[1] Die Blattnervatur ist ein- bis fiedernervig.[2] Nebenblätter fehlen.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die Blüten stehen aufrecht und einzeln. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und anfangs glockig, später sternförmig ausgebreitet.[1] Die sechs freienBlütenhüllblätter sind violett. Es gibt zahlreiche Staubblätter. Der Fruchtknoten ist oberständig.[2]
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.[3]
Vorkommen
Die Finger-Kuhschelle hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet, das sich von Deutschland und Schweden über Russland und Westsibirien bis Russlands Fernem Osten erstreckt.
Die Finger-Kuhschelle ist in Mitteleuropa auf Sand- und Halbtrockenrasenflächen und in trockenen Kiefernwäldern anzutreffen.[1] Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Pyrolo-Pinetum aus dem Verband Cytiso-Pinion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Cirsio-Brachypodion vor.[3]
In Deutschland gilt die Finger-Kuhschelle als „vom Aussterben bedroht“ und steht entsprechend auf der Roten Liste. Sie kommt nur noch an wenigen Standorten im Bayerischen Alpenvorland (Garchinger Heide, Truderinger Wald, Neustadt an der Donau, Kelheim) vor. Ehemalige Vorkommen in Brandenburg (bei Guben) und Mecklenburg-Vorpommern (Rothemühl) sind erloschen.[1] Sie ist in Deutschland streng geschützt und steht auch in Anhang 4 der FFH-Richtlinie.[4]
Systematik
Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Anemone patens durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 538. Die Neukombination zu Pulsatilla patens (L.) Mill. wurde 1768 durch Philip Miller in Gardeners Dictionary, Edition 8, unter „Pulsatilla Nr. 4“ veröffentlicht.[5]
Je nach Autor gibt es einige Unterarten:
- Gelbliche Finger-Kuhschelle (Pulsatilla patens subsp. flavescens (Zucc.) Zämelis, Syn.: Pulsatilla flavescens (Zucc.) Juz., Anemone patens L. subsp. flavescens (Zucc.) Nan Jiang & W.B.Yu): Sie kommt in Birken-, Lärchen- und Kiefernwäldern, auf Wiesen und in Flusstälern in Osteuropa, Sibirien und der Mongolei vor.
- Pulsatilla patens subsp. hirsutissima (Pursh) Zämelis. Sie wird von manchen Autoren als Synonym zu Pulsatilla patens subsp. multifida gerechnet. Sie ist die Blume des Staates South Dakota.[5]
- Pulsatilla patens subsp. multifida (Pritz.) Zämelis (Syn.: Anemone patens L. var. multifida Pritz., Anemone wolfgangiana Besser, Anemone patens var. nuttalliana (de Candolle) A. Gray): Sie kommt im europäischen Russland, in Sibirien, im fernöstlichen asiatischen Russland, in der Mongolei, in Kanada und in den Vereinigten Staaten vor.[5]
- Pulsatilla patens (L.) Mill. subsp. patens.
