Fireball (John-Ellis-Album)
Musikalbum von John Ellis & Double Wide
From Wikipedia, the free encyclopedia
Fireball ist ein Musikalbum von John Ellis & Double Wide. Die 2025 entstandenen Aufnahmen erschienen am 23. Januar 2026 auf Sunnyside Records.
| Fireball | ||||
|---|---|---|---|---|
| Studioalbum von John Ellis & Double Wide | ||||
|
Veröffent- |
||||
|
Aufnahme |
||||
|
Format(e) |
CD, Download | |||
|
Titel (Anzahl) |
8 | |||
|
37:39 | ||||
|
Besetzung |
| |||
| ||||
Hintergrund
Double Wide, die Band des Saxophonisten John Ellis, zu der auch der Sousaphonist Matt Perrine gehört, hat sich über fast zwanzig Jahre hinweg gefestigt und umfasst Posaunist Alan Ferber, Keyboarder Gary Versace und Schlagzeuger Jason Marsalis. Die Musik ist inspiriert von einem Kompositionsstipendium Ellis’ in Santa Monica und kombiniert Verspieltheit mit Kontemplativität, mit Titeln wie "Wash Ya Mouth Out" und "The Whistler".
Titelliste
- John Ellis & Double Wide: Fireball (Sunnyside Records)
- Wash Ya Mouth Out 4:18
- Top Down 5:09
- Clown Car 3:57
- The Whistler 4:12
- Fireball 4:02
- Crocodile Tears 2:56
- Meat Pie 5:43
- From the Ashes 7:22
Die Kompositionen stammen von John Ellis.
Rezeption

Die Musik von John Ellis’ Double Wide Ensemble sei bombastisch und gefühlvoll, stets voller Lebensfreude, schrieb Dave Sumner in Daily bandcamp. Eine Verschmelzung von New Orleans und Brasilien – die Musik würde vom ersten Ton an zum Tanzen einladen oder zumindest die Füße zum Mitwippen animieren. Der Blues in seinen vielfältigen Ausdrucksformen sei allgegenwärtig. Der aus New Orleans stammende Matt Perrine, dessen Sousaphon maßgeblich an der Entstehung des Ensembles beteiligt war, würde eine zentrale Rolle spielen. Ellis’ Blasinstrumente, Alan Ferbers Posaune und Gary Versaces Tasteninstrumente umspielten sich harmonisch – „ein Wechselspiel aus Licht und Schatten, dessen treibende Kraft oft im Dunkeln liegt“. Keiner der Musiker vernachlässige seine rhythmischen Aufgaben, und Schlagzeuger Jason Marsalis (sowie Gastperkussionist Rogério Boccato) würden sich nahtlos in den Gesamtklang einfügen.[1]
Sowohl Perrine als auch Marsalis stammen aus New Orleans, und Ellis, ursprünglich aus North Carolina, habe ebenfalls viel Zeit in der Crescent City verbracht. Daher würde es kaum überraschen, dass die Kultur New Orleans’ tief in Fireball verwurzelt ist und viele Stücke einen unverkennbaren Second-Line-Sound aufweisen, meint Jim Hynes (Post Genre). Die zentrale Rolle der Tuba verdeutliche zudem, warum Ellis die Band um Perrine herum aufgebaut hat. Man werde wohl kaum mehr Tubasoli hören als hier, außer vielleicht bei Künstlern wie Theon Cross oder den Brassbands aus New Orleans. Diese Verbindung zur Second Line verleihe dem Begriff „Double Wide“ eine ganz neue Bedeutung.[2]
Fireball biete eine Mischung aus tanzbaren, verspielten Stücken und besinnlichen Passagen, so Hynes weiter. „Wash Ya Mouth Out“, benannt nach einem umgangssprachlichen Ausdruck aus dem Südstaaten der USA, sei eines der wenigen Stücke, in denen Perrine nicht im Vordergrund stehe, sondern die Basslinie spielt. Im Gegensatz dazu würde Perrine das Ensemble im unkonventionellen, ausgelassenen Blues von „Clown Car“ an führen und so ein „Nola-Brass-Band“-Feeling erzeugen, das durch Perrines Sopransaxophon in den hohen Lagen akzentuiert wird. Überschwänglich, tiefgründig und bemerkenswert anders als die meisten Jazzquintett-Klänge – Fireball von John Ellis & Double Wide sei es wert, mehrmals gehört zu werden.[2]
Weblinks
- Fireball von John Ellis & Double Wide. In: Bandcamp. (englisch).