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Fischfang-Wolfsmilch

Art der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fischfang-Wolfsmilch (Euphorbia piscatoria), auch Fischer-Wolfsmilch oder Fischfangende Wolfsmilch, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Sie ist eine endemische Charakterpflanze der portugiesischen Insel Madeira. Im Portugiesischen wird sie „Figueira do inferno“ (dt. „Feigenbaum aus der Hölle“) genannt.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Fischfang-Wolfsmilch

Fischfang-Wolfsmilch, Madeira

Systematik
Unterfamilie: Euphorbioideae
Tribus: Euphorbieae
Untertribus: Euphorbiinae
Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
Untergattung: Esula
Art: Fischfang-Wolfsmilch
Wissenschaftlicher Name
Euphorbia piscatoria
Aiton
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Merkmale

Die Fischfang-Wolfsmilch ist ein stark verzweigter, halbsukkulenter Strauch, der eine Wuchshöhe von bis über 2 m erreichen kann. Die 2,5 bis 7 Zentimeter langen, lanzettlichen, ganzrandigen, spitzen Blätter sitzen, quirlig und stiellos an den Zweigenden, in der sommerlichen Trockenzeit werden sie abgeworfen. Die gelb-grünen, später rot-violetten Scheinblüten, Cyathien, sind in einem doldenförmigen Blütenstand angeordnet.[2] Die kugeligen und gelappten, kleinen Samenkapseln haben, sofern ausgereift, eine rötlich-viloette Farbe.[1] Die Blütezeit erstreckt sich von Januar bis in den August. Wie bei vielen anderen Wolfsmilchgewächsen ist der in allen Pflanzenteilen enthaltene Milchsaft toxisch, er dient der Pflanze als Fraßschutz.

Vorkommen

Fischfang-Wolfsmilch über der Westküste von Madeira

Das Hauptverbreitungsgebiet der Fischfang-Wolfsmilch ist Madeira, sie siedelt dort auf felsigen Küstenhängen bis in Höhenlagen von 300 Meter. Außerhalb von Madeira kommt das Wolfsmilchgewächs lediglich auf den vorgelagerten Ilhas Desertas und der benachbarten Insel Porto Santo vor.[3] Die Pflanze bildet große Populationen aus, der Bestand ist nicht gefährdet.

Name

Der Name der Pflanze wird darauf zurückgeführt, dass man früher den giftigen Milchsaft zum Fischen einsetzte. Der Saft wurde in hoher Konzentration in natürlichen Meeresbecken ausgebracht, was die Fische betäubte, sodass sie relativ leicht gefangen werden konnten.[1][4]

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Euphorbia piscatoria erfolgte 1789 von William Aiton.[5]

Galerie

Einzelnachweise

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