Flachswickel
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Als Flachswickel, Flachszopf oder Flachsknoten[1] bezeichnete man die in der Flachsverarbeitung gewonnenen Zöpfe aus Flachsfasern, die zur Lagerung der gehechelten Fasern gewickelt wurden. Die Form der Wickel gilt als Vorlage für das im Schwäbischen und Hohenlohischen verbreitete Süßgebäck aus Hefeteig.
Flachswickel in der Flachsverarbeitung
Zur Gewinnung von Flachsfasern werden die Rohfasern mehrmals gehechelt, um Holzreste zu entfernen[2] und den gewünschten Feinheitsgrad der Fasern und dem späteren Garn zu erreichen. Zwischen den verschiedenen Grob- und Feinhechelschritten[3] sowie anschließend werden die Fasern zur Lagerung in einen losen Zopf geschlungen.[4]
Schwäbische Backspezialität

Im Schwäbischen und Hohenlohischen gilt der Flachswickel oder Flachszopf als regionale Backspezialität,[5] deren Benennung dem Vorbild aus der Leinenherstellung zugeschrieben wird.[4] Dabei handelt es sich um eine Hefeteig-Rolle, die zu einem kurzen Zopf gewickelt und mit Hagelzucker bestreut wird. Gängige Bezeichnungen neben Flachswickel und Flachszopf sind auch Hefenschlick oder Riggeleszöpfle.
Weblinks
- Bilder der geflochtenen Flachsfaser, museum-digital baden-württemberg
- Rezept und Bilder