Flaneur – Fragments of a Street
mehrsprachiges Kulturmagazin
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Flaneur – Fragments of a Street ist ein mehrsprachiges Kulturmagazin mit meist jährlich erscheinenden Heften. Das Projekt wurde 2013 von Ricarda Messner gegründet, die es seither in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team herausgibt, zu dem als Chefredakteure der Schriftsteller und Komponist Fabian Saul und die Übersetzerin Grashina Gabelmann gehören. Jedes Heft ist einer Straße in verschiedenen Städten gewidmet, der Text des jeweiligen Heftes ist in Englisch und der jeweiligen Landessprache. Der Inhalt besteht aus Fotoartikeln, literarischen Beiträgen und Essays, unterstützt durch eine anspruchsvolle Typografie, für die das Berliner Studio Yukiko verantwortlich zeichnet.[2] Typischerweise entstehen die Hefte im Rahmen eines mehrmonatigen Aufenthalts eines Teams von Flaneur in der betreffenden Stadt, unterstützt durch Beiträge von ortsansässigen Künstlern und Kulturschaffenden.
| Flaneur – Fragments of a Street | |
|---|---|
| Beschreibung | zweisprachige Literaturzeitschrift |
| Fachgebiet | Literatur |
| Sprache | Englisch, Unbekannte Sprache, Zweitspreche |
| Verlag | Flaneur Magazine (Deutschland) |
| Hauptsitz | Berlin |
| Erstausgabe | 2013 |
| Gründer | Ricarda Messner |
| Erscheinungsweise | jährlich |
| Verkaufte Auflage | 6000 Exemplare |
| (Stand 2017[1]) | |
| Chefredakteur | Fabian Saul, Grashina Gabelmann |
| Herausgeber | Ricarda Messner |
| Weblink | www.flaneur-magazine.com |
| ZDB | 2734390-X |
Flaneur versteht sich dabei nicht nur als Zeitschrift, sondern auch als Kunst-, Kultur- und Erinnerungsprojekt. Begleitet wird es von einer Reihe von Kulturveranstaltungen und Workshops. Bei der Auswahl der Straßen gehe es nicht darum, einen Ort zu „verkaufen“, ihn in der für Reisemagazine üblichen Art nach einem einheitlichen Muster darzustellen. „Meist ist das ein Ort, den wir nicht verstehen, an den wir eine Frage haben“, sagt Ricarda Messner. So habe man auch der Georg-Schwarz-Straße in Leipzig, einer ehemaligen Amüsiermeile, heute eine „heruntergekommene Geisterstraße mit sozialen Problemen und viel Leerstand“, ein Heft gewidmet, das Flanieren führe eben auch in eher düstere Viertel.[1]
Über das Projektziel sagt Fabian Saul:
„If the purpose of this project can be summed up by one word it would be empathy. Finding the universal in subjective stories and making those stories go beyond their geographical setting, in an attempt to highlight the common struggles of the human experience.“
„Wenn man das Ziel dieses Projekts mit einem Wort zusammenfassen könnte, wäre es Empathie. Es geht darum, in subjektiven Geschichten das Universelle zu finden und diese Geschichten über ihren geografischen Kontext hinaus zu tragen, im Versuch, die gemeinsamen Probleme der menschlichen Existenz hervorzuheben.“[3]
Bisher erschienen:
- 01: Kantstrasse, Berlin
- 02: Georg-Schwarz-Straße, Leipzig
- 03: Rue Bernard, Montréal
- 04: Corso Vittorio Emanuele II, Rome
- 05: Fokionos Negri, Athens
- 06: Boulevard Ring, Moscow[3]
- 07: Treze De Maio, São Paulo
- 08: Kangding Road / Wanda Road, Taipei
- 09: Boulevard Périphérique, Paris
Heft 10 wird sich Berlins Wasserstraßen und -wegen widmen.[4]
Auszeichnungen
- 2019 Stack Awards – Magazine of the Year, Art Director of the Year[5]
- 2018 LeadAward – Independentmagazin, Gold – Blattmacherin des Jahres: Ricarda Messner (Flaneur Magazine & Sofa Magazine), Gold[6]
- 2018 Stack Awards – Magazine of the Year (commended)[7]
- 2016 “30under30” Media Europe Forbes List: Ricarda Messner/editionmessner[8]
- 2016 Stack Awards – Editor of the Year (commended)[9]
- 2015 Stack Awards – Best Magazine (commended)[10]
- 2014 LeadAward – Best Newcomer Magazine, Bronze[11]
- 2014 D&AD Awards – Best Magazine Design[12]
- 2014 Art Directors Club Germany – Auszeichnung für die Magazinausgabe Nr. 2[13]
- 2014 Type Directors Club New York Award, Typographic Excellence[8]
Weblinks
- Flaneur – Fragments of a Street, Homepage