Flatow-Oberschule
Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe mit dem Schwerpunkt auf Sport
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Die Flatow-Oberschule ist eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe und einem Internat in der Birkenstraße 11 im Ortsteil Köpenick des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick. Sie hat den Status einer Eliteschule des Sports und einer Eliteschule des Fußballs, die aus der Kinder- und Jugendsportschule „Paul Gesche“ entstand. Sie gehört zum Olympiastützpunkt Berlin.[3]
| Flatow-Oberschule | |
|---|---|
| Eingangstor | |
| Schulform | Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe |
| Schulnummer | 09A07 |
| Gründung | 1991[1] |
| Adresse | Birkenstraße 11, 12559 Berlin |
| Ort | Berlin-Köpenick |
| Land | Berlin |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 52° 26′ 48″ N, 13° 36′ 7″ O |
| Träger | Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie |
| Schüler | 285 (Schuljahr 2025/26)[2] |
| Lehrkräfte | 39 Lehrkräfte + 2 Lehramtsanwärter (Schuljahr 2025/226)[2] |
| Leitung | Kerstin Gießler[2] |
| Website | Website der Schule |
Geschichte
Die ehemalige Kinder- und Jugendsportschule Wasserfahrsport (seit 1989 Kinder- und Jugendsportschule „Paul Gesche“)[4] war nach dem von den Nazis ermordeten kommunistischen Widerstandskämpfer Paul Gesche benannt. Sie erhielt 1991 den Namen Flatow-Gymnasium und wurde später in eine Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe umgewandelt.[5]
Die Schule wurde nach den Brüdern Alfred und Gustav Flatow benannt,[6] die beide als Geräteturner Goldmedaillengewinner bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 in Athen waren. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft wurden sie während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und kamen 1942 im KZ Theresienstadt ums Leben.
Die Oberschule hat sich spezialisiert auf Kanusport, Rudern, Segeln, BMX-Freestyle und Fußball.[7] Sie gilt als Schule besonderer pädagogischer Prägung mit dem Schwerpunkt Sport. Im Jahr 2009 wurde die Schule vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) mit dem Titel Eliteschule des Jahres ausgezeichnet.[8] Jährlich veranstaltet die Schule den „Flatow Cup“ an der Regattastrecke Berlin-Grünau.
Im Schuljahr 2025/26 hat die Schule 285 Schüler. Von ihnen haben 8,1 Prozent eine nichtdeutsche Herkunftssprache.[2]
Ehemalige Schüler (chronologisch nach Geburtsjahr)
Nachfolgend einige bekannte Schülerinnen und Schüler der Flatow-Oberschule bzw. der KJS Paul Gesche:[9][10][11][12]
- Britta Oppelt (* 1978), Ruderin
- Oliver Igel (* 1978), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick
- Martin Sauer (* 1982), Ruderer
- Tim Bendzko (* 1985), Musiker
- Norman Bröckl (* 1986), Kanute
- Julia Richter (* 1988), Ruderin
- Marcus Groß (* 1989), Kanute
- Debora Niche (* 1991), Kanutin
- Steven Skrzybski (* 1992), Fußballspieler
- Björn Jopek (* 1993), Fußballspieler
- Lisa Jahn (* 1994), Kanutin
- Tom Kierey (* 1994), Kanute
- Tim Hecker (* 1997), Kanute
- Jacob Schopf (* 1999), Kanute
- Lara Lessmann (* 2000), BMX-Fahrerin
Gebäude
Das Gebäude wurde 1955 errichtet. Die Schule war zunächst als „FDJ-Schule“ bekannt und später eine Sonderschule der SED-Bezirksparteischule Friedrich-Engels. Nach der Wende im Jahr 1990 zog die Kinder- und Jugendsportschule „Paul Gesche“ ein.[13]