Flex (Club)
Diskothek in Wien
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Das Flex in Wien ist ein im 1. Bezirk zwischen der U-Bahn-Station Schottenring und der Augartenbrücke gelegener Musikclub und in dieser Funktion Schauplatz von Auftritten lokaler und internationaler Musikgruppen und DJs.

Geschichte

Zu Silvester 1989/90[1] wurde das Flex, betrieben von einer Gruppe von Leuten aus der Szene rund um das besetzte Haus in der Aegidigasse,[2] in der Arndtstraße im 12. Wiener Gemeindebezirk eröffnet. Zunächst als ein Mix aus Undergroundclub, Punktreff und Kulturzentrum,[3] mit einem Schwerpunkt auf Konzerten von Hardcorepunkbands. Später übersiedelte der Club innerhalb von eineinhalb Jahren in einen stillgelegten U-Bahn-Tunnelabschnitt der Linie U4 am Donaukanal. Die Errichtung des neuen Clubs kostete rund 11 Mio. Schilling (rund 800.000 Euro), wovon die Stadt Wien eine einmalige Startsubvention von 3 Mio. Schilling (rund 220.000 Euro) beisteuerte. Das neue Lokal wurde am 1. Oktober 1995 eröffnet. Zusätzlich verfügt das „Flex“ seit 2007 über einen Vorbau neben dem Clubeingang („Flex Café“). Jährlich zählt der Club um die 50.000 Besucher.
Programm


Neben den verschiedenen fixen Programmschienen finden an den restlichen Tagen meist Konzerte der verschiedensten Musikrichtungen statt. Neben lokalen Bands und Newcomern treten regelmäßig international bekannte, aktuelle Bands wie Stereo MCs, Juliette and the Licks, Funeral for a Friend, Pete Doherty oder Arcade Fire, österreichische Künstler wie Attwenger oder Louie Austen und DJs wie Jeff Mills, Ellen Allien, Sven Väth oder DJ DSL auf.
- Beat It
- Ein Drum-and-Bass-Abend immer samstags. Die Veranstalter sind D.Kay und Raw.Full (a.k.a. Ill.Skillz)
- The Hive
- jeden 2ten Samstag im Monat, wo das Augenmerk auf Neurofunk liegt
Kontroverse
Im Laufe der Jahre kam der Club immer wieder in die Schlagzeilen, oft wird er dabei als der Drogentreffpunkt schlechthin dargestellt[4][5][6]. Auch rassistische Türpolitik wurde dem Flex bereits vorgeworfen[7][8]. Außerdem wurde dem Club bis Juli 2011 die Verschiebung der Sperrstunde von 4 auf 6 Uhr verweigert. Als Grund dafür wurde seitens der Polizei die Kriminalitätsproblematik, besonders im Zusammenhang mit Drogen, rund um das Flex angeführt[9][10][11]. Im Juli 2011 jedoch wurde die Sperrstunde – nach jahrelanger Diskussion – schlussendlich auf 6 Uhr verlängert, wie in den meisten anderen Clubs Wiens.[12] Für Aufregung sorgte 2005 die Entscheidung, die Mitnahme von Getränken vor das Flex durch Wachmänner zu unterbinden[13], da zu diesem Zeitpunkt der Weg entlang des Donaukanals hinter dem Flex aufgrund von U-Bahn-Bauarbeiten gesperrt war. Auch die Einverleibung öffentlichen Grundes an der von Fußgängern und Fahrradfahrern stark frequentierten Donaukanal-Promenade, die durch die Errichtung eines 3 m hohen Zaunes auf 4 m Breite eingeengt wurde, sorgt für Kontroversen. Dieser wurde erst im Frühjahr 2025 entfernt.[14]