Florian Dering

deutscher Volkskundler und Museumswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Florian Dering (* 1950 in München) ist ein deutscher Volkskundler und Autor. Er war langjähriger stellvertretender Direktor des Münchner Stadtmuseums und gilt als einer der bekanntesten Ansprechpartner für die Geschichte des Oktoberfestes sowie der Jahrmarkts- und Schaustellerkultur im Raum München.

Leben und Wirken

Florian Dering studierte von 1970 bis 1974 an der Akademie der Bildenden Künste München und schloss mit dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Im Aschluss absolvierte er von 1974 bis 1982 ein Studium der Volkskunde an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er wurde 1982 mit einer Disseratation über „Volksbelustigungen“ promoviert, in der er die Fahr- und Geschicklichkeitsgeschäfte der Schausteller kulturhistorisch untersuchte.

Bereits um 1980 begann Dering, für das Münchner Stadtmuseum eine systematische Schaustellersammlung aufzubauen. Ab 1983 war er fest am Museum angestellt, um speziell die Sammlung zum Oktoberfest zu betreuen und zu erweitern. Von 1996 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2015 fungierte er als Sammlungsdirektor und stellvertretender Leiter des Münchner Stadtmuseums. Zudem war er Geschäftsführer der Münchner Schausteller-Stiftung.

Dering ist einer der Initiatoren der "Oidn Wiesn", welches man zum 200-jährigen Jubiläum des Oktoberfests im Jahr 2010 eingeführt hat.[1][2]

Ausstellungen (Auswahl)

Dering kuratierte zahlreiche Ausstellungen zur Münchner Stadtgeschichte und Alltagskultur:

  • 1985: Das Oktoberfest. 175 Jahre Nationalrausch
  • 1993: München – "Hauptstadt der Bewegung" (gemeinsam mit Brigitte Schütz)
  • 1999: Das Münchner Kindl
  • 2008: Typisch München (Beteiligung an der Neugestaltung der Dauerausstellung)
  • 2010: Das Oktoberfest 1810–2010
  • 2014: M.T. Wetzlar – Silberschmiede in München (über die Arisierung jüdischer Betriebe)

Publikationen (Auswahl)

  • Volksbelustigungen. Eine bildreiche Kulturgeschichte von den Fahr-, Belustigungs- und Geschicklichkeitsgeschäften der Schausteller. Greno, Nördlingen 1986.
  • Heute Hinrichtung. Jahrmarkts- und Varietéattraktionen der Schausteller-Dynastie Schichtl. (mit Margarete Gröner und Manfred Wegner), Brandstätter, Wien/München 1990.
  • Kasperl Larifari Blumenstraße 29a. Das Münchner Marionetten-Theater 1858–1988. München 1988.
  • Götterdämmerung im Dorf. Eine Studie über das Ende des ländlichen Handwerks. (Herausgeber), München 1995.

Einzelnachweise

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