Florian Langenegger
Schweizer Turner
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Florian Langenegger (* 26. März 2003 in Aarau) ist ein Schweizer Kunstturner. Er nahm 2022, 2023 und 2025 an den Weltmeisterschaften teil. 2025 wurde er Zehnter im WM-Mehrkampf. 2024 vertrat er die Schweiz an den Olympischen Spielen in Paris. Zudem gewann er an den Turn-Europameisterschaften 2025 in Leipzig die Silbermedaille mit dem Schweizer Team.
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| Persönliche Informationen | |||||||||
| Nationalität: | |||||||||
| Disziplin | Kunstturnen | ||||||||
| Spezialgerät/e: | |||||||||
| Verein: | STV Schlossrued | ||||||||
| Geburtstag: | 26. März 2003 | ||||||||
| Geburtsort: | Aarau | ||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||
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Kindheit und frühe Jahre
Langenegger wurde 2003 in Aarau geboren und wuchs im Uerkheim im Kanton Aargau auf. Im Alter von sieben Jahren begann er beim STV Schlossrued mit Kunstturnen.[1] Er vertritt den Verein bis heute (2025).
Karriere
Langenegger nahm 2019 am Europäischen Olympischen Sommer-Jugendfestival in Baku teil. Dort verpasste er die Finalteilnahme im Mehrkampf und an den Ringen bloss wegen einer Regel des internationalen Turnverbands, dass sich pro Final nur zwei Turnerinnen oder Turner derselben Nation qualifizieren können. 2021 wurde er Schweizer Junioren-Meister im Mehrkampf sowie an den Geräten Pferdpauschen, Ringe und Barren. Wegen der Corona-Pandemie musste der Wettkampf ohne Zuschauerinnen und Zuschauer ausgetragen werden.
2022 schaffte Langenegger den Sprung ins Nationalkader des Schweizerischen Turnverbandes. Seither lebt er in Magglingen in unmittelbarer Nähe des Leistungszentrums. Er trainiert rund 25 Stunden pro Woche.[2]
Im Herbst 2022 wurde er erstmals vom Schweizerischen Turnverband für die Weltmeisterschaften nominiert. Es folgte die Teilnahme an der EM 2023 in Antalya sowie der WM 2023 in Antwerpen, wo er im Final der besten Mehrkämpfer 14. wurde. Zudem konnte er sich mit dem Schweizer Team für den Final qualifizieren, wo dieses schliesslich auf Rang 5 kam. Es war das beste Resultat einer Schweizer Mannschaft seit 1954.[3] Mit dem Auftritt in Antwerpen qualifizierte sich das Team zudem für Olympia 2024.[4]
Im Anschluss an die WM wurde Florian Langenegger erstmals zum Paarwettkampf Swiss-Cup in Zürich eingeladen und wurde mit seiner Teamkollegin Stefanie Siegenthaler Zehnter.
2024 wurde Florian Langenegger vom Schweizerischen Turnverband für die Olympischen Spiele von Paris selektioniert – zusammen mit seinen Teamkollegen Luca Giubellini, Matteo Giubellini, Noe Seifert und Taha Serhani.[5] Bis auf Serhani stammten alle Turner aus dem Aargau.

Auch in Paris vermochte sich Langenegger für den Mehrkampffinal zu qualifizieren, wo ihm mit Rang 16 ein starkes Ergebnis gelang. Mit der Mannschaft resultierte erneut der Teamfinal. Dort wurde das Schweizer Team Siebter. Langenegger startete an jedem Gerät als erster Turner seiner Equipe und verdiente er sich mit meist fehlerlosen Übungen die Attribute «Mister Zuverlässig» oder «Schweizer Uhrwerk».[6]
2025 wurde Langenegger für die Europameisterschaften in Leipzig nominiert. Im Mehrkampf, der von Teamkollege Noe Seifert gewonnen wurde, belegte Langenegger Rang 5. Der Coup gelang ihm und seinen Mannschaftskollegen, indem sie für die Schweiz EM-Silber gewannen. Für Langenegger war es die erste Medaille an einem internationalen Grossanlass und für den Schweizerischen Turnverband die zweite EM-Teammedaille überhaupt.
Im Juni desselben Jahres gewann Langenegger beim nur alle sechs Jahre stattfindenden Eidgenössischen Turnfest in Lausanne die Silbermedaille.
An den Weltmeisterschaften 2025 in Jakarta qualifizierte sich Florian Langenegger für einen weiteren Mehrkampffinal, den er als Zehnter abschloss. Es war erst die dritte Top-10-Klassierung eines Schweizer Turners an Weltmeisterschaften in über 70 Jahren.[7] Noch besser war nur der dritte Rang Noe Seiferts, der ihm die Bronzemedaille einbrachte.
Privates
Florian Langenegger hat eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten bei der Raiffeisenbank absolviert und 2022 erfolgreich abgeschlossen. 2023 diente er für die Schweizer Armee im Rahmen der Rekrutenschule für Sportlerinnen und Sportler. 2024 schloss er die Berufsmaturität ab, in der Folge nahm er ein Studium in Betriebsökonomie auf.[8]