Florian Leese
deutscher Biologe und Hochschulprofessor
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Florian Leese (* 18. Juli 1978 in Lauterbach) ist ein deutscher Biologe und Hochschulprofessor. Seit 2015 leitet er die Aquatische Ökosystemforschung an der Universität Duisburg-Essen. Seine Forschungsschwerpunkte im Bereich der molekularen Ökologie bilden die Multiple-Stressor-Forschung, das Biodiversitätsmonitoring anhand von genetischen Methoden, sowie die Populationsgenetik in aquatischen Ökosystemen. Besonders werden hierbei Methoden des DNA-Metabarcodings und des eDNA-Metabarcodings genutzt und weiterentwickelt.[1] Publikationen zu diesen Themen erscheinen regelmäßig in internationalen Fachzeitschriften.[2]
Sein Studium der Biologie und Sportwissenschaften an der Universität Marburg und der Ruhr-Universität Bochum schloss er 2004 mit einer Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Limnologie sowie dem Staatsexamen für die Fächer Biologie und Sport im Jahre 2006 ab. Anschließend folgte eine Promotion am Alfred-Wegener-Institut zum Dr. rer. nat. im Jahr 2008.[3] Von 2007 bis 2015 war er als Postdoktorand und Gruppenleiter am Lehrstuhl für Evolutionsökologie und Biodiversität der Tiere an der Ruhr-Universität Bochum tätig, bis er als Professor an die Universität Duisburg-Essen wechselte. Er war Vorsitzender der EU COST Action DNAqua-Net[4] und ist in zahlreiche nationale und internationale Projekte involviert.[5]
Er ist Chefredakteur der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Metabarcoding and Metagenomics.[6] Von 2021 bis 2026 war er Mitglied des Dekanats der Fakultät für Biologie der Universität Duisburg-Essen (u. a. von 2022 bis 2024 Dekan). Seit 2023 ist er im Vorstand der Water Science Alliance.[7][8]
Unter anderem ist er Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Limnologie, der Deutschen Zoologische Gesellschaft, des Verbands Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, der eDNA und southern eDNA Society. Er ist seit 2024 Mitglied des VDI-Fachbeirats „Biodiversität“, leitet seit 2026 als Mitglied von DIN den Arbeitskreis 14 „eDNA-, DNA- und RNA-Verfahren“ im Normenausschuss 119 „Wasserwesen“, ist als eDNA-Experte auf europäischer (CEN und CENELEC) und internationaler (ISO) Ebene für DIN aktiv.
Er ist Träger des Annette Barthelt-Promotionspreises, des Heinrich-Kost-Förderpreises, des Wasser-Ressourcenpreises[9] und des Lehrpreises der Universität Duisburg-Essen.[10]