Flottstelle Caputh
Gemeindeteil der Gemeinde Schwielowsee in Brandenburg
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Flottstelle Caputh ist ein Gemeindeteil im Ortsteil Caputh der Gemeinde Schwielowsee im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.[1]
Flottstelle Caputh | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 20′ N, 12° 58′ O |
| Höhe: | ca. 30–37 m ü. NHN |
| Postleitzahl: | 14548 |
| Vorwahl: | 033209 |
Geografische Lage

Die Flottstelle Caputh liegt südwestlich des Gemeindezentrums und unmittelbar am südlichen Ufer des Schwielowsees. Südlich befindet sich der Ortsteil Ferch. Durch den Ort führt die Kreisstraße 6909. Das Gelände liegt am Ufer des Sees auf einer Höhe von rund 30 m ü. NHN und steigt nach Osten hin auf rund 37 m ü. NHN an.[2]
Geschichte und Etymologie
Die Namensüberlieferung reicht bis in das Jahr 1683 zurück, in dem der Ort als Flot Stette in der Ichnographia von Suchodoletz genannt wird. 1775 erschien die Form Flotstedt, beschrieben als eine Anfahrt zum Holz, wie sie Büsching in seiner Topographie erwähnt. 1805 wird die Schreibweise Flottstelle überliefert, wie sie bei Bratring verzeichnet ist. Der Name bezeichnet eine Stelle, an der Holz zu Flößen verbunden wird. Die ursprünglich niederdeutsche Bezeichnung Stede wurde dabei in der amtlichen Namensform zu Stelle verhochdeutscht.[3]
Die Besiedlung begann im frühen 18. Jahrhundert: Zwischen 1731 und 1733 wurden innerhalb der Kunersdorfer Forst zwei Büdneretablissements errichtet. 1794 kamen weitere Siedler hinzu. Im Jahr 1801 bestanden auf einer Holzablage mehrere Häuser mit vier Büdnern, zwei Einliegern und insgesamt vier Feuerstellen (= Haushalte). 1837 ist ein Etablissement mit fünf Wohnhäusern nachweisbar. Der Ort gehörte bis 1826 dem Amt Saarmund, danach bis 1872 dem Amt Potsdam. Für das Jahr 1858 sind zwei Bereiche ausgewiesen: als Kolonie im Gemeindebezirk Caputh mit fünf Wohn- und fünf Wirtschaftsgebäuden sowie im Schutzbezirk Kunersdorf Forst ein Wohn- und drei Wirtschaftsgebäude. Der Ort erscheint sowohl als Kolonie im Gemeindebezirk Caputh (1931 und 1957) als auch als Försterei innerhalb des Schutzbezirks beziehungsweise des Gutsbezirks Kunersdorf Forst, der seit 1928 ebenfalls Caputh zugeordnet war.[4] 1973 befanden sich am Ort eine Revierförsterei und der Staatliche Pflanzenquarantänedienst der DDR.[5]
Bevölkerungsentwicklung
| Einwohnerentwicklung in Flottstelle von 1801 bis 1925 | ||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1801 | 1817 | 1837 | 1858 | 1871 | 1885 | 1895 | 1905 | 1925 | |||||||||
| Einwohner | 26 | 29 | 37 | Kolonie 47 und Forst 5 | 23 und 6 | 21 und 5 | k. A. und 17 | 17 und 5 | 25 | |||||||||
Literatur
- Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 111 und 112)