Flubendiamid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Flubendiamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Benzoldicarbonsäureamide (BDCA). Flubendiamid ist ein Insektizid aus der Wirkstoffgruppe der Ryanodin-Rezeptor-Modulatoren und wurde von Nihon Nōyaku und Bayer CropScience entwickelt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Flubendiamid
Allgemeines
Name Flubendiamid
Andere Namen

N2-[1,1-Dimethyl-2-(methylsulfonyl)ethyl]-3-iod-N1-{2-methyl-4-[1,2,2,2-tetrafluor-1-(trifluormethyl)ethyl]phenyl}-1,2-benzoldicarboxamid

Summenformel C23H22F7IN2O4S
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser kristalliner Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 272451-65-7
EG-Nummer (Listennummer) 608-064-7
ECHA-InfoCard 100.130.778
PubChem 11193251
ChemSpider 9368325
Wikidata Q17300229
Eigenschaften
Molare Masse 682,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,66 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

217,5–220,7 °C[2]

Siedepunkt

zersetzt sich ab 255 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,03 mg·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 400
P: 273[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Flubendiamid wird ausgehend von o-Toluidin bzw. Pentafluorethyl-o-toluidin synthetisiert.

Verwendung

Flubendiamid wird im Anbau von Baumwolle, Obst und Gemüse, Nüssen, Trauben, Mais und Reis gegen Fraßraupen (von Lepidoptera) eingesetzt.[4] Flubendiamid wirkt überwiegend durch die Fraßwirkung, als Larvizid ist es sehr effektiv.

Zulassung

In einigen Staaten der EU waren Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen, nicht jedoch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die Zulassung lief zum 31. August 2024 aus.[5]

Einzelnachweise

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