Flughafen Florenz
Flughafen in Italien
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Der Flughafen Florenz (italienisch Aeroporto di Firenze-Peretola “Amerigo Vespucci”; IATA-Code: FLR, ICAO-Code: LIRQ) ist ein italienischer Verkehrsflughafen bei Florenz. Da er für die Bedürfnisse der Hauptstadt der Toskana als zu klein gilt, bestehen seit 2009 Pläne für einen umfassenden Um- und Ausbau des Flughafens.
| Flughafen Florenz | ||
|---|---|---|
| Flughafen Florenz | ||
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| Kenndaten | ||
| ICAO-Code | LIRQ | |
| IATA-Code | FLR | |
| Koordinaten | 43° 48′ 35″ N, 11° 12′ 14″ O | |
| Höhe über MSL | 42 m (138 ft) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 5,5 km nordwestlich von Florenz | |
| Straße | ||
| Nahverkehr | Straßenbahn Florenz | |
| Basisdaten | ||
| Eröffnung | 1931 | |
| Betreiber | Toscana Aeroporti S.p.A. | |
| Fläche | 115[1] ha | |
| Passagiere | 3.847.658 (2025)[2] | |
| Luftfracht | 118 t (2025)[2] | |
| Flug- bewegungen | 43.793 (2025)[2] | |
| Start- und Landebahn | ||
| 05/23 | 1750 m × 45 m Asphalt | |
| Webseite | ||
| aeroporto.firenze.it | ||
Geschichte
Ein erster Flugplatz wurde im Jahr 1910 im Stadtteil Campo di Marte (Marsfeld) eingerichtet – ein Areal, das heute als Fußballplatz genutzt wird. Als dieser in den 1920er Jahren den Anforderungen nicht mehr genügte, begann man 1928 mit einem Neubau zwischen Florenz und Sesto Fiorentino. Der neue Flughafen Florenz-Peretola wurde Anfang der 1930er Jahre in Betrieb genommen und in den folgenden Jahren noch ausgebaut.
1939 eröffnete man eine 1000 Meter lange Asphaltpiste. In den 1950er Jahren bot Alitalia erstmals Linienflüge nach Rom, Venedig und Mailand an. Die Flughafenbetriebsgesellschaft Aeroporto di Firenze S.p.A. wurde 1984 gegründet. In jenem Jahr begannen auch große Ausbauarbeiten: Die Start- und Landebahn 05/23 wurde auf 1400 Meter verlängert, moderne Navigationsanlagen wurden eingerichtet und das Terminal um- und ausgebaut. Im Jahr 1990 benannte man den Flughafen nach dem florentinischen Seefahrer und Entdecker Amerigo Vespucci. Der Ausbau des Flughafens wurde auch in den 1990er Jahren fortgeführt. Im Jahr 2001 erhielt die Anlage eine EN-ISO-9001/2000-Zertifizierung.
Im Jahr 2009 stellte der Flughafenbetreiber Pläne für den Neubau eines modernen Terminals vor. Dessen erste Module nahmen im Sommer 2012 den Betrieb auf. Dabei handelt es sich um einen Check-in-Bereich mit 40 Schaltern im ersten Stock des neuen Gebäudes.
Lage und Verkehrsanbindung
Der vier Kilometer nordwestlich der Innenstadt gelegene Flughafen ist seit 2019 über die Linie 2 der Straßenbahn Florenz mit dem Bahnhof Firenze Santa Maria Novella verbunden. Die Fahrtzeit zum Hauptbahnhof beträgt ca. 20 Minuten.[3] Es gibt auch Busverbindungen zum Flughafen.
Flughafenanlagen
Der Flughafen verfügt über eine 1750 Meter lange und 45 Meter breite Start- und Landebahn (05/23) mit Asphaltbelag und einer erheblich versetzten Landeschwelle 23. Das Passagierterminal wurde ab 2012 schrittweise erweitert.
Ausbau
Da die 1750 Meter lange Start- und Landebahn 05/23 nur von Flugzeugen bis zur Größe der Typen Boeing 737-700 und Airbus A319 angeflogen werden kann, gab es insbesondere seit 2009 Vorschläge für den Bau einer neuen, bis zu 2400 Meter langen Piste (12/30) parallel zur Autobahn A11. Da deren Einflugschneisen somit direkt zwischen den Städten Prato und Florenz gelegen wären, gab es gegen diesen Neubau erbitterten Widerstand, auch seitens anderer Kommunen im Umland.[4][5] Im Sommer 2016 wurden die Pläne durch das regionale Verwaltungsgericht gestoppt.[6]
Es gibt nunmehr genehmigte Pläne für den Bau einer neuen, 2200 Meter langen Start- und Landebahn 11/29, die gegenüber dem ursprünglichen Projekt (12/30) leicht gegen den Uhrzeigersinn rotiert ist und somit zu einer geringeren Lärmbelästigung für die Anwohner führen würde. Soweit möglich würden dabei Starts nach Nordwesten und Landungen ebenfalls aus nordwestlicher Richtung erfolgen, weswegen die Zahl der möglichen Flugbewegungen auch aus Lärmschutzgründen weiter sehr begrenzt bliebe. Die bisherige, 1750 Meter lange, von Südwesten nach Nordosten verlaufende Piste 05/23 (mit erheblich versetzter Landeschwelle 23) würde als solche geschlossen und in ihrem nordöstlichen Teil zu einem Solarpark umgewidmet und in ihrem südwestlichen Teil als Rollbahn genutzt. Westlich dieser Rollbahn entstünde ein General Aviation Terminal für die Allgemeine Luftfahrt, östlich ein neues Passagierterminal mit wesentlich erweitertem Vorfeld.[7][8]
Fluggesellschaften und Ziele
Florenz ist seit Dezember 2012 eine Basis von Vueling.[9]
Verbindungen mit europäischen Hauptstädten bieten etliche klassische Fluggesellschaften an. Aus dem deutschsprachigen Raum werden Flüge nach Florenz von Düsseldorf, Frankfurt, München, Hamburg, Zürich und Wien aus angeboten.
Wegen der erwähnten, relativ kleinen Ausmaße des Flughafens Florenz wickelt der Flughafen Pisa einen Großteil des kommerziellen Flugverkehrs in der Toskana ab.
Verkehrszahlen
| Jahr | Fluggastaufkommen | Luftfracht (Tonnen) (mit Luftpost) | Flugbewegungen |
|---|---|---|---|
| 2025[2] | 3.847.658 | 118 | 43.793 |
| 2024[10] | 3.516.925 | 69 | 40.407 |
| 2023[11] | 3.077.917 | 137 | 38.055 |
| 2022[12] | 2.228.999 | 140 | 31.234 |
| 2021[13] | 838.025 | 108 | 16.177 |
| 2020[14] | 669.487 | 472 | 13.408 |
| 2019[15] | 2.874.233 | 179 | 36.137 |
| 2018[16] | 2.719.081 | 249 | 34.226 |
| 2017[17] | 2.658.049 | 214 | 35.490 |
| 2016[18] | 2.515.138 | 266 | 35.645 |
Zwischenfälle
- Am 30. Juli 1997 setzte eine ATR-42 der Air Littoral (Luftfahrzeugkennzeichen F-GPYE) bei der Landung auf dem Flughafen Florenz deutlich zu spät und zu schnell auf. Sie überrollte das Ende der nur 1030 m kurzen verfügbaren Landestrecke und prallte gegen die Böschung der angrenzenden Autobahn. Einer der Piloten wurde getötet, die anderen 16 Insassen überlebten (siehe auch Air-Littoral-Flug 701).[19]


