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Luft- und Raumfahrttechnik

Ingenieurwissenschaft From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Luft- und Raumfahrttechnik, Teil der Ingenieurwissenschaften und Verkehrstechnik, befasst sich mit Forschung und Entwicklung, Erprobung, Betrieb und Wartung von Fluggeräten, wie z. B. Flugzeugen, Hubschraubern sowie Raumfahrzeugen und Raumsonden. Diese Systeme und ihre Komponenten werden unter technischen, wissenschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten weiterentwickelt.

Untersuchung eines Windtunnelmodells des F-35 Lightning II Joint Strike Fighter. (2006)

Die Luft- und Raumfahrttechnik bildet die technologische Grundlage für die Produkte der Luft- und Raumfahrtindustrie, die sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich zum Einsatz kommen.[1]

Lehrinhalte

Die akademische Lehre umfasst eine Vielzahl zeitgenössischer Ingenieurfächer sowie luft- und raumfahrttechnikspezifische Module. Neben den Grundlagen des klassischen Maschinenbaus wie Mathematik (u. a. Vektoranalysis), Physik (u. a. Mechanik), Chemie, Elektrotechnik, Regelungstechnik, Werkstoffkunde u. a. gehören die folgenden Lehrinhalte zum Studium der Luft- und Raumfahrttechnik:

Daneben werden vielfach weitere Wahlpflichtfächer, ggfs. auch aus dem nichttechnischen Bereich, z. B. Projektmanagement verlangt.

Subsysteme, Integration und Missionsprofile

Im Systems Engineering wird die optimale Integration von Komponenten und Teilsystemen angestrebt. Das umfasst etwa den leichtbauorientierten strukturellen Aufbau von Fluggeräten, eine aerodynamisch optimale Form sowie Triebwerke und deren Untersysteme.[2] Darüber hinaus gehören Energieversorgung, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (Avionik), Datenübertragung und Kommunikation sowie die Grundausrüstung zur Gewährleistung von Funktion und Sicherheit dazu.

Wie bei anderen Technologien auch spielt das Testen der Geräte eine wichtige Rolle. Otto Lilienthal wusste das bereits: „Eine Flugmaschine zu erfinden heißt gar nichts, sie zu bauen nicht viel, sie zu testen ist alles.“

Die Einsatz- und Nutzlastkonfiguration variiert je nach Systemtyp und Missionsaufgabe. Je nach Einsatzprofil kommen zusätzliche Anforderungen hinzu, zum Beispiel an die thermische Auslegung oder an die Widerstandsfähigkeit gegenüber Weltraumbedingungen (Vakuum, Strahlung, Temperaturzyklen).

Studienmöglichkeiten

Deutschland

Universitäten

Grundlegende Studiengänge (Bachelor):

Weiterführende Studiengänge (Master):

Fachhochschulen

Grundständige Studiengänge (Bachelor):

Weiterführende Studiengänge (Master):

Österreich

Höhere Technische Lehranstalten

Es gibt in Österreich zwei HTL mit der Fachrichtung Flugtechnik:

Universitäten

Der Masterstudiengang Space Science and Earth from Space beinhaltet die Vertiefungen Solar System Physics, Earth System from Space und Satellite Systems, die sich mit Weltraumtechnik und Wissenschaften beschäftigen.

Einzelne Lehrveranstaltungen, wie z. B. Einführung in den Flugzeugbau, Entwerfen von Flugzeugen, Moderne Weltraumantriebe - Advanced Space Propulsion Systems, Dynamik und Steuerung von Raumfahrzeugen u. a. als Freies Wahlfach oder im Rahmen eines Techn. Physik-, Maschinenbau-, o. ä. Studiums:

Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Eigenständiger Bachelor- und Masterstudiengang Luftfahrt/Aviation (bis 2007: Diplomstudiengang mit Abschluss als „Diplomingenieur (FH) Luftfahrt/Aviation“):

Der Masterstudiengang Aerospace Engineering wird von der Fachhochschule Wiener Neustadt angeboten.

Schweiz

Fachhochschulen

Grundständige Studiengänge (Bachelor):

Niederlande

Technische Universitäten

Hochschulen für angewandte Wissenschaften

  • INHolland

Frankreich

Literatur

Fachbücher

Weitere Beiträge

  • Susan Echaore-McDavid: Career Opportunities in Aviation and the Aerospace Industry. Checkmark/Ferguson, New York 2005, ISBN 978-0-8160-4649-2 (englisch, archive.org).
  • Helmuth Trischler, Kai-Uwe Schrogl, Andrea Kuhn (Hrsg.): Ein Jahrhundert im Flug: Luft- und Raumfahrtforschung in Deutschland 1907-2007. Campus, Frankfurt am Main ; New York 2007, ISBN 978-3-593-38330-9.
  • Matthias Blazek: „Vor 75 Jahren begann in Trauen die Forschung in der Luft- und Raumfahrttechnik – Raketenpionier Eugen Sänger arbeitete in der Heide an der Entwicklung schubstarker Antriebe“. Sachsenspiegel 31, Cellesche Zeitung vom 4. August 2012

Klassiker

  • M. J. Zucrow: Principles of Jet Propulsion and Gas Turbines. John Wiley & Sons, New York 1948 (englisch, archive.org).
  • H. Seifert (Hrsg.): Space Technology. John Wiley & Sons, New York 1959.
  • Howard S. Seifert, Brown Kenneth: Ballistic Missile and Space Vehicle Systems (= Engineering and Physical Science Extension Series). John Wiley & Sons, New York 1961 (englisch, archive.org).
  • Philip G. Hill, Carl R. Peterson: Mechanics and Thermodynamics of Propulsion (= Addison-Wesley Series in Aerospace Science). Addison-Wesley Publishing Company, New York 1965 (englisch, archive.org).

Einzelnachweise

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