Flunoxaprofen
chemische Verbindung
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Flunoxaprofen ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Propionsäurederivate und ein nichtsteroidales Antirheumatikum. Es ist ein strukturelles Analogon von Benoxaprofen, das ein Chloratom am C-4 des Phenylrings aufweist.
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Freiname | Flunoxaprofen[1] | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C16H12FNO3 | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 285,27 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[3] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Dimethylformamid[3] und DMSO[4] | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Gewinnung und Darstellung
Eine bekannte Synthese von Flunoxaprofen beginnt mit der Diazotierung von 2-(4-Aminophenyl)propionitril mit salpetriger Säure, die in situ durch die Einwirkung von Salzsäure auf Natriumnitrit hergestellt wird. Das dabei entstehende Diazoniumsalz wird mit einer Phenolverkochung in das 2-(4-Hydroxyphenyl)propionitril überführt. Mit einer Mischung aus Salpetersäure und Essigsäure wird dieses zum 2-(3-Nitro-4-hydroxyphenyl)propionitril nitriert. Es folgt eine Reduktion der Nitrogruppe zu einer Aminogruppe und die Hydrolyse der Nitrilgruppe zur Carbonsäure um 2-(3-Amino-4-hydroxyphenyl)propionsäure zu erhalten. Diese Verbindung wird mit 4-Fluorbenzoylchlorid zu 2-[3-(4-Fluorbenzamido)-4-hydroxyphenyl]propionsäure kondensiert. Durch Behandlung mit Phosphorsäure wird durch eine intramolekulare Cyclisierung Flunoxaprofen gebildet.[6]
Verwendung
Flunoxaprofen ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum mit fiebersenkenden und schmerzstillenden Eigenschaften. Es wurde im September 1986 in Italien unter dem Namen Priaxim zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und Osteoarthritis eingeführt, aber aufgrund seiner potenziellen Hepatotoxizität bald wieder vom Markt genommen. Es hemmt die Produktion und Freisetzung von Arachidonsäure-Metaboliten der Cyclooxygenase-Stoffwechselwege, darunter Acylglucuronid. Die Untersuchungen von Mark P. Grillo und seinen Mitarbeitern zeigten, dass die metabolische Aktivierung von Flunoxaprofen durch Acyl-CoA vermittelt wird.[6][7] Die Verbindung ist chiral. Das arzneilich verwendete Flunoxaprofen ist das (S)-Enantiomer.[8]