Fluroxen

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Fluroxen (auch 2,2,2-Trifluorethylvinylether) ist ein Inhalationsanästhetikum.[3][4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fluroxen
Allgemeines
Name Fluroxen
Andere Namen
  • 2,2,2-Trifluorethoxyethen
  • 2,2,2-Trifluorethylvinylether
Summenformel C4H5F3O
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 406-90-6
EG-Nummer 206-977-1
ECHA-InfoCard 100.006.344
PubChem 9844
ChemSpider 9461
DrugBank DB20681
Wikidata Q14850809
Eigenschaften
Molare Masse 126,02 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,108 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−28 °C[1]

Siedepunkt

43 °C[1]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (4 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318341225
P: 280305+351+338310201202281308+313405501210233240242243280303+361+353370+378403+235501241Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 20 Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Geschichte

Es wurde 1951 von Julius G. Shukys erstsynthetisiert und 1954 für den klinischen Gebrauch eingeführt, aber 1974 aufgrund seiner potenziellen Entflammbarkeit und zunehmender Hinweise darauf, dass es Organtoxizität verursachen könnte, vom Markt genommen.[4][3][5] Es war jedoch vor seiner Einstellung weitgehend durch Halothan ersetzt worden.[6] Fluroxen wird zu 2,2,2-Trifluorethanol metabolisiert, einer Verbindung, die für einen Teil der bei der Anwendung von Fluroxen beobachteten Toxizität verantwortlich ist.[7][8]

Gewinnung und Darstellung

Fluroxen kann aus 2,2,2-Trifluorethanol hergestellt, der durch die Reaktion von Fluor mit 1,1,1,2-Tetrachlorethan gewonnen wird. 2,2,2-Trifluorethanol wird in Gegenwart eines Katalysators mit Acetylen zur Reaktion gebracht und der dabei entstehende 2,2,2-Trifluorethylvinylether durch fraktionierte Destillation gereinigt.[2]

Eigenschaften

Fluroxen ist eine klare, farblose, flüchtige Flüssigkeit mit einem milden ätherischen Geruch, der in geringeren Konzentrationen süßlich und nicht reizend ist. Die Verbindung kann polymerisieren und sich unter Lichteinwirkung zu 2,2,2-Trifluorethanol und Acetaldehyd zersetzen. Daher wird oft als Stabilisierungsmittel 0,01 % N-Phenyl-1-naphthylamin zugesetzt.[2]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI