Fluten

Film von Georg Pelzer (2019) From Wikipedia, the free encyclopedia

Fluten ist ein deutscher Kinofilm von Georg Pelzer. Das Drama hatte seine Uraufführung am 23. Oktober 2019 bei den Internationalen Hofer Filmtagen[2], der Kinostart erfolgte am 29. Oktober 2020[3].

TitelFluten
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2019
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Fluten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 104 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Georg Pelzer
Drehbuch Georg Pelzer
Produktion Georg Pelzer
Musik Ben Haviour
Kamera Christoph Hertel
Schnitt
  • Eva-Maria Arndt
  • Georg Pelzer
Besetzung
  • Fabian Kloiber: Jonas
  • Alissa Borchert: Katharina
  • Tobias Schormann: Marc
  • Tamara Theisen: Melissa
  • Gregor Müller: Paul
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Handlung

Jonas verliert seinen Job in einem Hamburger Start-up-Unternehmen und schafft es nicht, seiner Freundin Katharina davon zu erzählen. Kurz vor ihrem ersten Staatsexamen in Jura steht sie stark unter Druck, und er möchte sie nicht zusätzlich belasten. Er treibt auf täglichen U-Bahn-Fahrten durch die Großstadt, in der Hoffnung irgendwo „angeschwemmt“ zu werden. Zufällig trifft er seinen ehemaligen Chef Marc wieder und beginnt daraufhin, den erfolgreichen jungen Manager zu beobachten. Jonas’ Verhalten nimmt dabei zunehmend auch kriminelle Züge an: Er bricht in Marcs Wohnung ein und entwendet dort mehrere Kleidungsstücke. Halt sucht er auch bei der aufgeweckten Schülerin Melissa, die er in der U-Bahn kennenlernt, mit der er sich mehrfach trifft und die er in Marcs leerstehende Wohnung einlädt. Dort lehnt Melissa jedoch eine körperliche Annäherung strikt ab und beendet abrupt das Treffen, indem sie die Wohnung verlässt. Jonas verstrickt sich immer weiter in der Lüge, und sein merkwürdiges Verhalten belastet zunehmend auch seine Beziehung zu Katharina. Als diese herausfindet, dass er das gesamte Geld von ihrem Sparbuch abgehoben hat, eskaliert die Situation und Jonas verliert vollends die Kontrolle über die Ereignisse.[3][4][5]

Produktion

Fluten ist der erste Langfilm von Regisseur und Autor Georg Pelzer. Der Film entstand auf der Basis einer 20-seitigen Handlungsbeschreibung, die Dialoge wurden am Set von den Schauspielern improvisiert. Kameramann Christoph Hertel musste die Szenen wie bei einem Dokumentarfilm spontan einfangen. Gedreht wurde an Originalmotiven in Hamburg, u. a. im laufenden U-Bahnbetrieb, im Schanzenviertel, in Eimsbüttel und im Molotow-Club. Weitere Szenen entstanden in Lüneburg und Wremen, die Postproduktion fand in Weimar und Leipzig statt. Durch die Improvisation kamen bei den Dreharbeiten über 60 Stunden Material zustande, der anschließende Schnitt dauert anderthalb Jahre.[6]

Kritik

„Georg Pelzer hält uns in seinem Spielfilmdebüt Fluten die bunte Spielzeug-Pumpgun des Startup-Regimes an die Schläfe und fragt: Bist du faul? Oder bist du einer von uns? (…) Das Heilsversprechen der Selbstverwirklichung entlarvt Pelzer (…) als Illusion, indem er mit ruhiger Hand das glänzende Image der schönen neuen Arbeitswelt zerlegt“

Rebecca Raab: critic.de[7]

„Ein beeindruckendes Debüt“

Lars Tunçay: kreuzer[8]

„Mutige Improvisationen, gelungene Besetzung […] Pelzer gelingen in diesem von abweisenden Fassaden geprägten, selbst in seinen Exzessen unnahbaren Hamburg immer wieder intensive Szenen. [Der Film] offenbart […] deutliche dramaturgische Schwächen und mangelnde erzählerische Dichte.“

Cosima Lutz: Filmdienst[9]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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