Flutolanil

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Flutolanil ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureamide, genauer der Benzanilide, die vor allem als Fungizid verwendet wird.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Flutolanil
Allgemeines
Name Flutolanil
Andere Namen
  • α-α-α-Trifluor-3′-isopropoxy-o-toluanilid
  • N-[3-(1-Methylethoxy)phenyl]-2-(trifluormethyl)benzamid
Summenformel C17H16F3NO2
Kurzbeschreibung

gelblicher Feststoff mit leicht chemischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 66332-96-5
EG-Nummer (Listennummer) 613-921-3
ECHA-InfoCard 100.124.630
PubChem 47898
ChemSpider 43579
Wikidata Q2338052
Eigenschaften
Molare Masse 323,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,321 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt
Siedepunkt

300 °C (Zersetzung)[3]

Dampfdruck

4,1·10−7 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273391501[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Flutolanil kann durch Reaktion von 3-Chloranilin mit Natriumisopropylat und 2-Trifluormethylbenzoylchlorid gewonnen werden:[4]

Eigenschaften

Flutolanil ist ein gelblicher Feststoff mit leicht chemischem Geruch, der praktisch unlöslich in Wasser ist. Die Verbindung ist stabil unter neutralen, basischen und sauren Bedingungen.[1]

Verwendung

Flutolanil wird als Fungizid verwendet.[3] Es wird verwendet, um Basidiomyceten in Reis, Getreide, Zuckerrüben und anderen Kulturen zu bekämpfen. Flutolanil ist ein systemisches Fungizid, das durch Hemmung der Succinatdehydrogenase wirkt.[5] Es wurde 1986 von der japanischen Firma Nihon Nōyaku auf den Markt gebracht.[6]

Zulassung

Der Wirkstoff wurde in der Europäischen Union mit Wirkung zum 1. März 2009 für Anwendungen als Fungizid zugelassen.[7]

In vielen Staaten der EU, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen, in Österreich keine.[8]

Einzelnachweise

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