Flydubai-Flug 1073
Flug-Zwischenfall 2026
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Der Flydubai-Flug 1073 (IATA-Flugnummer: FZ1073, ICAO-Flugnummer: FDB1073) war ein planmäßiger internationaler Passagierflug der Fluggesellschaft Flydubai vom Flughafen Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zum israelischen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv-Jaffa. Am 30. September 2026 kam es im Cockpit der Boeing 737 Max 8 zu einem Kampf. Nachdem der angegriffene Kapitän die Cockpit-Türe hatte öffnen können, wurde der angreifende Copilot von Passagieren überwältigt. Das Flugzeug konnte nach einem Sturzflug stabilisiert werden und führte eine Notlandung auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien durch.[1]
| Flydubai-Flug 1073 | |
|---|---|
A6-FKF, das in den Vorfall verwickelte Flugzeug (Januar 2026) | |
| Unfallzusammenfassung | |
| Unfallart | gescheiterte Entführung |
| Ort | Saudi-arabischer Luftraum nahe der jordanischen Grenze |
| Datum | 30. September 2026 |
| Todesopfer | 0 |
| Überlebende | 180 |
| Verletzte | 6+ |
| Luftfahrzeug | |
| Luftfahrzeugtyp | Boeing 737 Max 8 |
| Betreiber | Flydubai |
| Kennzeichen | A6-FKF |
| Name | SKYDUBAI 1073 |
| Abflughafen | Flughafen Dubai, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate |
| Zielflughafen | Flughafen Ben Gurion, Tel Aviv-Jaffa, Israel |
| Passagiere | 174 |
| Besatzung | 6 |
| → Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen | |
Flugzeug und Insassen
Das in den Vorfall verwickelte Flugzeug war eine Boeing 737 Max 8 mit dem Kennzeichen A6-FKF. Es wurde am 21. Dezember 2022 bei Flydubai in Dienst gestellt und war beim Vorfall drei Jahre und neun Monate alt.[2]
An Bord der Boeing 737 befanden sich 174 Passagiere, davon 166 Israelis.[3] Die Cockpit-Besatzung bestand aus zwei Piloten – dem indischen Kapitän Smit Machchhar, der das Flugzeug steuerte, und einem omanischen Ersten Offizier, der als überwachender Pilot fungierte.
Ablauf
Rund zwei Stunden nach dem Start um 8:21 Uhr verlor das Flugzeug abrupt an Höhe; in den vorderen Reihen der Kabine hörten die Passagiere Schreie aus dem Cockpit, woraufhin die Cockpit-Tür geöffnet wurde. Ins Cockpit gelangende Passagiere fanden den blutüberströmten indischen Piloten Smit Machchhar vor, der es laut NZZ „gerade noch geschafft (hatte), die Tür zu entriegeln“. Einer dieser Passagiere berichtete, der Copilot habe versucht, die Maschine durch Zerstörung der Steuerinstrumente unsteuerbar zu machen.[4] Der Kapitän hatte laut Aussagen des Ersthelfers, eines Zahnarztes an Bord der Maschine, einen massiven Blutverlust erlitten.[5]
Der Copilot wurde überwältigt und gefesselt. Das Flugzeug ließ sich stabilisieren. Zehn Minuten nach dem Sturzflug sendete das Flugzeug das allgemeine Notfallsignal 7700 und weiter sieben Minuten später den Transpondercode 7500 für eine Flugzeugentführung.[4] Andere Flydubai-Piloten an Bord – so genannte Deadheads – landeten das Flugzeug anschließend in Tabuk.[6] Die Landung erfolgte ohne weitere Schäden, obschon das Ruder des Seitenleitwerks beim Sturzflug fast komplett[4] abgerissen worden war.[7]
Der Vorfall wird derzeit von Strafverfolgungsbehörden mehrerer Länder untersucht, darunter von Israel, den VAE, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten. Der Täter und der Kapitän[5] waren zwei Tage nach dem Vorfall beide in die VAE überführt worden.[8]
Siehe auch
- Liste von Flugzeugentführungen
- Federal-Express-Flug 705, eine Flugzeugentführung mit versuchtem Mord und anschließendem Suizid
- Pilotensuizid
Weblinks
- Aktualisierungen zu FZ 1073 DXB-TLV am 30. September 2026 auf Flydubai (englisch)
- Pilot schildert Angriff auf Flydubai-Flug, orf.at, 2. Oktober 2026
