Foramen supraorbitale
Knochenkanal im Stirnbein
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Das Foramen supraorbitale (von lateinisch foramen, „Öffnung“, und supra „über“, sowie orbis „Kreis“) ist ein kleiner Knochenkanal im Stirnbein (Os frontale), dicht oberhalb des Orbitarandes. Es liegt über den Augenbrauen, am Übergang zwischen dem medialen und dem mittleren Drittel des Stirnbeins, 2,3–2,9 cm lateral der Mittellinie des Gesichtsschädels. Durch das Foramen supraorbitale ziehen der Ramus lateralis des Augapfelnerven (Nervus supraorbitalis), dem ersten Ast des fünften Hirnnerven (V1), sowie Arteria und Vena supraorbitalis.[1][2] Es kommt paarweise vor, über dem jeweiligen Orbitarand.
- Anatomie des Gesichtsschädels
Incisura supraorbitalis
Als anatomische Abweichung liegt statt eines Foramens lediglich eine Einziehung vor, die dann Incisura supraorbitalis genannt wird.
Trigeminus-Druckpunkt
Das Foramen supraorbitale ist einer der Trigeminus-Druckpunkte (Valleix-Druckpunkte), die bei verminderter Reizschwelle schmerzhaft auf Druck reagieren, was symptomatisch bei einer Trigeminusneuralgie auftritt. Charakteristisch ist bei einer Trigeminusneuralgie der spontane oder getriggerte, blitzartig einschießende Schmerz im Bereich eines oder mehrerer Trigeminusäste, wobei der erste Ast selten betroffen ist.[3]
Leitungsanästhesie
Bei chirurgischen Eingriffen an den Gesichtsweichteilen im Bereich der Stirn wird eine Leitungsanästhesie am Foramen supraorbitale gelegt.[4]