Fort de Brégançon

französische Festung im Mittelmeer From Wikipedia, the free encyclopedia

Fort de Brégançon ist eine französische Festung aus dem Mittelalter im Gemeindegebiet Bormes-les-Mimosas, die in neuerer Zeit den französischen Präsidenten als eine Sommerresidenz dient.

Fort de Brégançon (2012)

Lage

Das Fort liegt auf einer kleinen Mittelmeer-Insel an der Côte d’Azur; ein kurzer Damm verbindet sie mit dem unweit gelegenen Festland. Die Insel ist Teil der Gemeinde Bormes-les-Mimosas, welche wiederum zur Provence-Alpes-Côte d’Azur gehört.

Die Grundformation des Eilands besteht aus einem 35 Meter hohen Felsen, auf dem die namensgebende Festung errichtet wurde.[1]

Hintergründe

Während des Winters der Belagerung von Toulon (1793/94) hielt sich der junge Napoleon Bonaparte auf der im Mittelalter errichteten Fels-Festung auf; 1799 ließ Napoleon als Erster Konsul der Französischen Republik sie mit 23 Kanonen ausrüsten. Vier Jahre nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde 1875 wiederum die Entwaffnung der Festung beschlossen.

Während des Ersten Weltkriegs diente die Festung als Kaserne; danach keinen militärischen Zwecken mehr, blieb aber als eine Sehenswürdigkeit erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg mietete der französische Industrielle und ehemalige Politiker Robert Bellanger (1884–1966) das Anwesen als Sommersitz und sanierte es.[2]

Seit der Präsidentschaft von Charles de Gaulle 1968 dient Fort de Brégançon als ein offizieller Rückzugsort des Präsidenten der Französischen Republik; die Anlage wurde dementsprechend moderner ausgestattet, z. B. ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Im August 1985 lud François Mitterrand den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl hierher ein: Während des Treffens kamen sie sich näher und vereinbarten z. B. die Einrichtung eines „roten Telefons“ zwischen Bonn und Paris, um sich dauerhaft unmittelbar abstimmen zu können.[3]

Im August 2018 empfing Emmanuel Macron hier die damalige britische Premierministerin Theresa May[4][5], im August 2019 den russischen Diktator Putin,[6] im August 2020 wiederum die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel[7] und im August 2025 den Bundeskanzler Friedrich Merz.[8]

Einzelnachweise

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