Fossil (Film)
2023 erschienenes Filmdrama von Henning Beckhoff
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Fossil ist ein 2023 erschienenes Filmdrama von Henning Beckhoff. Der Film thematisiert die Umwälzungen in der Kohlewirtschaft und ihre Auswirkungen auf einzelne Familien.
| Film | |
| Titel | Fossil |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Henning Beckhoff |
| Drehbuch | Bastian Köpf, Henning Beckhoff |
| Musik | Inma Galiot |
| Kamera | Sabine Panossian |
| Schnitt | Anna Mbiya Katshung |
| Besetzung | |
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Handlung
Der Mittfünfziger Micha arbeitet als Maschinenführer auf einem großen Eimerkettenbagger eines nicht näher genannten Kohle-Tagebaues und liebt diese Arbeit. Zur Handlungszeit steht der Bagger einige Tage still, da dringende Reparaturen nötig sind.
Den bestehenden Planungen, den Tagebau zu schließen, den Bagger zu sprengen und die Gruben in eine tourismusstarke Seenlandschaft zu verwandeln, verschließt sich Micha energisch, während sein Umfeld dem offener gegenübersteht. Sachliche Argumente hat er keine, es soll sich nur einfach nichts in seinem Leben ändern. Damit steht er vor allem im Konflikt mit seiner Tochter Anja, einer Umweltaktivistin, die im Wald neben dem Tagebau ein Protestcamp unterhält, das gegen den Tagebau agiert. Ihr kleiner Sohn Toni bildet im Konflikt ein wichtiges Bindeglied der Familie.
In seiner Verbitterung steht Micha bald allein gegen seine Familie, Nachbarn und Kollegen. Für den Suizid seines Kollegen Kostja macht er allein die Schließungspläne verantwortlich. Schließlich wendet er die Methoden der Aktivisten, die er verurteilt, selbst an, indem er die Trafostation zerstört, die sein eigenes Wohngebiet mit Strom versorgt. Die Schuld dafür wird dem Protestcamp gegeben, es wird geräumt. Michas Frau gewährt den Aktivisten Unterschlupf in und an ihrem Haus. Als sie erfährt, dass Micha die Trafostation sabotiert hat, wirft sie ihn hinaus. Er quartiert sich bei einem Kollegen ein, bis sich herausstellt, dass dieser schon seit Langem eine Beziehung mit Kostjas Partnerin hat, was alle außer Micha anscheinend auch wussten.
Um die Sprengung des Baggers zu verhindern, verbarrikadiert sich Micha darin und kann erst von Toni schließlich zum Aufgeben überredet werden. In der letzten Einstellung steht er nach der Sprengung in seinem Tagebau und watet von da in einen großen See hinein.
Kritiken
Victor Fraga hebt auf dmovies.org die trockene, leblose Grundstimmung des Films hervor, und dass der Film letztlich keine Hoffnung vermittle, sondern nur das langsame Sterben illustriere. Es sei unwahrscheinlich, dass er weit über den deutschen Sprachraum hinaus bekannt werde.[2] cinema.de vergibt zwei von fünf Punkten und resümiert: „Inhaltliche Unschärfen – wogegen protestiert Michaels Tochter eigentlich? – und die holprige Dramaturgie wecken nur wenig Interesse für die Konflikte eines Arbeiters, der sich unverstanden fühlt.“[3]
Das Lexikon des internationalen Films urteilte, es handle sich um ein „sorgfältig entfaltetes Milieudrama“. Die „sachliche Inszenierung“ vermeide „alles Sentimentale“.[4]